Steve Bannon ist einer der Chef-Einheizer der MAGA (Make America Great Again)-Bewegung. Während Donald Trumps erster Amtszeit war er zeitweise Chefstratege im Weißen Haus. Mit Trump überwarf er sich 2018, trotzdem ist er bis heute eine der einflussreichsten Figuren der amerikanischen Rechte – die jetzt besorgniserregende Aussagen machte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Er glaube, dass Trump 2028 eine dritte Amtszeit als US-Präsident anstreben werde, sagte der Insider in einem Interview mit dem Fernsehsender „NewsNation“. Auf die Frage, wie Trump eine verfassungswidrige dritte Amtszeit anstreben könne, antwortete Bannon: „Wir werden ein paar Alternativen haben.“ Es werde bereits daran gearbeitet, dass sich Trump eine weitere Amtszeit sichert.
News aus den USA
Steve Bannon: Kandidiert er 2028 selbst?
Während einer Rede bei der politischen Konferenz für Konservative CPAC forderte Bannon bereits Ende Januar eine dritte Amtszeit für Trump: „Die Zukunft von MAGA (Make America Great Again) ist Donald Trump. Wir wollen Trump 2028“. Auch Trump selbst heizte mit Aussagen immer wieder Spekulationen um eine dritte Amtszeit an.
In einem Interview mit der US-Zeitung „POLITICO“ weigerte sich Bannon außerdem mehrere Male auszuschließen, dass er nicht selbst 2028 als Präsidentschaftskandidat kandidieren würde, sollte Trump nicht antreten. „Ich glaube, er meint es ernst“, zitiert das Medium eine anonyme Quelle, die Bannon nahestehen soll. Er habe bereits privat eine Kandidatur für 2028 diskutiert.
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Bannon musste Gefängnisstrafe verbüßen
Steve Bannon gilt als Urheber der Aussage, man müsse „die Zone überfluten“ („all we have to do is flood the zone“). Politiker sollten demnach so viel Unerhörtes und Aufregendes in die Welt setzen, dass der Journalismus nicht mitkommt. In einem Interview mit der Plattform „semafor.com“ äußerte sich Bannon Anfang Februar zufrieden. „Es hat funktioniert“, sagte er. „Die Medien sind in einer vollständigen, totalen Kernschmelze.“
Weil er eine Vorladung des Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 missachtete und sich weigerte, Dokumente herauszugeben, verbüßte Bannon im vergangenen Jahr eine viermonatige Gefängnisstrafe. Er selbst bezeichnet die Vorwürfe als politisch motiviert.
Die maximalen Amtszeiten für US-Präsidenten sind in der Verfassung durch den 22. Verfassungszusatz geregelt, der 1951 ratifiziert wurde. Seitdem darf eine Person höchstens zwei Amtszeiten von jeweils vier Jahren als Präsident dienen. Die Regel wurde eingeführt, nachdem Franklin D. Roosevelt als einziger Präsident der US-Geschichte mehr als zwei Amtszeiten absolvierte – er wurde viermal gewählt. Vor der Verfassungsänderung war eine Begrenzung der Amtszeiten nur eine informelle Tradition, die auf George Washingtons freiwilligen Rückzug nach zwei Amtszeiten zurückging.
os/dpa










