Schock-Moment am Flughafen Köln: Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, hat sich aus der Dienstwaffe eines Personenschützers von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ein Schuss gelöst. Der BKA-Beamte habe seine Dienstwaffe, eine Glock 17, entladen wollen. Dabei sei es durch Unachtsamkeit zur Schussabgabe gekommen. Verletzt wurde bei dem Missgeschick, das sich bereits im November zugetragen hat, zum Glück niemand. Eine BKA-Sprecherin bestätigte den Vorfall. Die Kugel soll in den Kofferraum einer Dienstlimousine eingeschlagen sein.

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Vorfälle dieser Art sind beim BKA extrem selten, kommen aber bisweilen vor. Im vergangenen Jahr habe es zwei gegeben, berichtet die „Bild“. Die sogenannte Sicherungsgruppe des BKA soll den Bundeskanzler und die Minister schützen. Die Beamten haben eine spezielle Ausbildung absolviert. Etwa 500 Frauen und Männer gehören ihr an. Alle sind mit einer Glock 17 ausgerüstet und tragen im Einsatz eine schusssichere Weste.

Lauterbach gilt insbesondere seit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen als Hassfigur bei Reichsbürgern und Corona-Verharmlosern. Erst vor wenigen Tagen hatte das Oberlandesgericht Koblenz Mitglieder einer Terrorvereinigung mit dem Namen „Vereinte Patrioten“ zu Haftstrafen verurteilt. Die Gruppe wollte Deutschland laut Anklage ins Chaos stürzen. Mit Sprengstoffanschlägen sollte die Stromversorgung zerstört, in einer Aktion mit dem Namen „Klabautermann“ Lauterbach aus einer Talkshow entführt und seine Personenschützer „ausgeschaltet“ werden. Laut Anklage wollten sie die Regierung absetzen und die Verfassung des Kaiserreichs von 1871 wieder einführen.

tok mit dpa