Lügen, ohne rot zu werden – Donald Trumps leichteste Übung: „Ich bin erfreut, Ihnen mitteilen zu können, dass General Keith Kellogg zum Sondergesandten für die Ukraine ernannt worden ist“, schrieb der US-Präsident am Wochenende auf seinem Internet-Portal.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zutreffend ist etwas anderes. Obwohl er fachlich einer seiner besten Leute ist, seit einem Jahr an Plänen für die Beendigung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine arbeitet, hat Trump den Ex-General von der Aufgabe entbunden, mit beiden Kriegsparteien zu sondieren.
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Der Grund ist simpel: Wladimir Putin hält Kellogg für pro Selenskyj. Weil Kellogg ein Befürworter von Sicherheitsgarantien für Kiew ist; damit Moskau nicht in wenigen Monate wieder die Tür des Nachbarlands eintritt. Und weil er mit der Option hantiert, die Ukraine radikal aufzurüsten, sollte sich Putin fairen Verhandlungen über einen Frieden verweigern. Trump will das alles nicht. Er will den Friedensnobelpreis, mehr nicht.

Putin will dagegen die Ukraine schlucken, wenn nicht jetzt, dann übermorgen. Weil Trump dem russischen Präsidenten kaum etwas abschlägt, darf der Vietnam-Veteran jetzt nur noch harmlose Gespräche mit dem (aus Trumps Sicht) feststehenden Verlierer des Machtspiels führen: der Ukraine. Die Fäden laufen dagegen bei Trumps Privat-Außenminister Steve Witkoff zusammen.

Die Botschaft, die davon ausgeht, ist verheerend. Der Mann, der den blutigsten Krieg seit Jahrzehnten in Europa vom Zaun gebrochen hat, darf sich nach Gusto die Emissäre aus Washington aussuchen, die er dann mit hinhaltetaktischen Forderungen wieder zurückschickt. Merkt Trump nicht, wie Putin ihn am Nasenring durch die Manege zieht?








