Nach dem jüngsten Gefangenenaustausch und dem eineinhalbstündigen Telefonat scheinen sie allerbeste Freunde zu sein: US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin. „Wir wurden sehr nett von Russland behandelt“, sagt Trump und sein Nationaler Sicherheitsberater Mike Waltz spricht von einem „Zeichen des guten Willens seitens der Russen“. Ein Treffen in Saudi-Arabien ist wohl geplant, Treffen in Washington und Moskau könnten folgen. Kremlchef Putin sieht das als Triumph.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die Eiszeit zwischen den USA und Russland scheint zu Ende, zumindest vorläufig. Jetzt reden beide Regierungen wieder miteinander. Die Beziehungen dürften „im Interesse des Friedens auf der Erde nicht auf dem Nullpunkt liegen“, meint Leonid Slutski, der Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten des russischen Parlaments.

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Putin „drückte seine Bereitschaft aus, amerikanische Beamte in Russland zu empfangen, um die Arbeitsbereiche von beidseitigem Interesse zu besprechen, darunter auch das Thema einer Lösung des Ukraine-Konflikts“, so Kremlsprecher Dimitri Peskow.

Telefonat zwischen Trump und Putin: Ist das das Ende des Ukraine-Kriegs?

Bedeutet dies das Ende des Krieges in der Ukraine, ausgehandelt durch die großen Jungs Trump und Putin? Und die Europäer dürfen zuschauen – und zahlen? Mitnichten, meint die russische Politologin Tatjana Stanowaja. Im Moment sehe es so aus, „als ob Putin alle besiegt hat und die Tage der Ukraine gezählt sind“, schreibt sie auf Telegram.

Doch: „Die Verhandlungen stehen erst am Anfang. Sie werden sehr schwierig sein, die Positionen der Parteien sind sehr unterschiedlich und ich würde sagen, im Moment scheinen sie unvereinbar.“ Stanowajas Einschätzung: „Trump will einen Waffenstillstand und das Ukraine-Thema beiseiteschieben. Für Putin wäre eine wirkliche Lösung, wenn die Ukraine ‚freundlich‘ gegenüber Russland wäre, seiner militärischen Fähigkeiten beraubt, und ihre Verfassung umschreiben würde, um die Nichtmitgliedschaft in der NATO zu garantieren.“