Die USA wollen ihre militärische Präsenz im Irak neu ausrichten. Hochrangige US-Regierungsbeamte kündigten einen zweistufigen „Übergang“ an: Weg von der bisherigen internationalen Militärkoalition, hin zu einer bilateralen Sicherheitspartnerschaft.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die USA führen im Irak und Syrien eine internationale Koalition zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an: die „Operation Inherent Resolve“. Der Einsatz begann, nachdem der IS im Jahr 2014 große Teile des Irak und des Nachbarlandes Syrien überrannt hatte.

USA legen Zwei-Phasen-Plan vor

2017 erklärte der Irak den militärischen Sieg über den IS. Dessen Zellen sind aber weiter aktiv. Seit 2021 bestand die Mission der Koalition überwiegend aus Ausbildungs- und Beratungsaufgaben. Erklärtes Ziel war es zuletzt, gemeinsam mit den irakischen Streitkräften, ein Wiedererstarken des IS verhindern.

Die Amerikaner gehen nun von zwei Phasen aus:

  • Bis Ende September 2025 bleiben die Truppen an „bestimmten Standorten im Irak“.
  • Phase zwei: Bis mindestens September 2026 werden die Operationen zur Bekämpfung des IS in Syrien vom Irak aus unterstützt.

Auch Bundeswehr will im Irak bleiben

Neben der Operation Inherent Resolve gibt es im Irak seit 2018 eine Nato-Mission, die der Ausbildung und Stärkung von Militär und Sicherheitskräften dient. Auch daran ist die Bundeswehr beteiligt. Die Bundesregierung will weiter bis zu 500 Männer und Frauen der Bundeswehr in das Land entsenden können. Das Mandat dafür soll bis zum 31. Januar 2026 laufen. Derzeit sind laut US-Regierung etwa 2.500 amerikanische Soldaten im Irak stationiert. In Syrien waren es nach Angaben des Pentagon vom April rund 700.

Iraks Ministerpräsident Mohammed al-Sudani steht unter Druck von Iran-treuen Gruppen, politischen Parteien und Milizen, den Abzug der US-Truppen voranzutreiben. Experten warnen, ein Abzug der US-Truppen könnte ein Vakuum schaffen, das irakische Sicherheitskräfte nicht ausgleichen könnten. (dpa/fmg)

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