Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli hat von mutmaßlichen Rechtsextremisten eine Morddrohung erhalten. Die SPD-Politikerin veröffentlichte auf Twitter ein Schreiben Unbekannter. Darin heißt es: „Auch du Negerliebhaberin hast es nun auf unsere Todesliste geschafft.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Auf Twitter schrieb die 41-Jährige: „Ich lasse mich von Euch Nazis nicht einschüchtern, werde weiter meine Stimme erheben, mich für Vielfalt einsetzen, werde weiter für eine offene Gesellschaft, für Migranten, Flüchtlinge, Schwarze, Juden, Muslime und alle kämpfen, die Eure Feinde sind. Jetzt erst recht.“ Chebli erstattete Anzeige.

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Zuletzt hatten die Grünen-Politiker Cem Özdemir und Claudia Roth Morddrohungen mutmaßlicher Rechtsextremisten erhalten. In dem Brief an Chebli wird darauf ausdrücklich Bezug genommen.

Erwähnt wird zudem der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke, der am 2. Juni mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Hauses im Landkreis Kassel getötet wurde. Ein Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft, die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

Chebli ist in der Berliner Senatskanzlei Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales. Sie hat palästinensische Wurzeln und erhebt immer wieder ihre Stimme gegen Rassismus und Intoleranz. Im Video-Interview mit unserer Redaktion erklärt sie, was man gegen rechten Hass im Netz tun kann. (jb/dpa)


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