Donald Trump ist bekannt dafür, dass er als US-Präsident ziemlich unkonventionelle Wege geht. Auch beim Treffen mit Kim Jong Un war das so – als er Nordkoreas Machthaber und einigen Journalisten einen kleinen Film vorführte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Das Video könnte pathetischer kaum sein. „Destiny Pictures präsentiert: eine Geschichte der Möglichkeit. Eine neue Geschichte, eine neuer Anfang, ein friedlicher“, heißt es gleich zu Beginn. Dann folgen Bilder, die einen aus der „Air Force One“ aussteigenden US-Präsidenten zeigen, während Kim der Menge zujubelt. „Zwei Männer, zwei Anführer, ein Schicksal.“
Donald Trump wollte Kim überzeugen
Das Video soll wohl eine Zukunftsvision für das rückständige Nordkorea zeigen: Da sind blühende Landschaften zu sehen, die mit modernen Hochgeschwindigkeitszügen miteinander verbunden sind. Mächtige Skylines, die in den Himmel schießen, während im Hintergrund die goldene Sonne aufgeht. „Aus der Dunkelheit kann das Licht kommen“, sagt eine ernste Stimme aus dem Off.
Nord- und Südkorea: Verschiedene Welten
Dazu werden Schwarz-Weiß-Bilder gegengeschnitten, die die militärische Vergangenheit zeigen. Eine der Szenen, die die Zukunft symbolisieren sollen, stammt aus der Kuppel des Reichstags in Berlin.
Als die Journalisten die pathetischen Bilder, die mehr an Hollywood als an die reale Weltpolitik erinnern, bei der Pressekonferenz in Singapur sahen, waren sie zunächst verwundert, dass Kim einfach so die Bühne überlassen würde – sie glaubten an einen Propaganda-Streifen aus Nordkorea.
Die Medienvertreter staunten deshalb nicht schlecht, als nach der Vorstellung des etwa vier Minuten langen Videos der US-Präsident die Bühne betrat. „Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen“, sagte er. erklärt, dass er dieses Video in Auftrag geben habe, um zu ködern. Es solle ihm zeigen, wie Nordkorea blühen kann, wenn er die Isolation und sein Atomwaffenprogramm vollständig beendet.
Trump, der das Video selbst auf Twitter teilte, erklärte den Journalisten auf der Pressekonferenz, er habe den Film Kim auf einem iPad gezeigt. „Und ich denke, er hat es geliebt“, sagte er.
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