Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, hat davor gewarnt, dass Asylsuchende in Deutschland dauerhaft in Armut leben könnten. „Viele der Flüchtlinge von damals stehen heute in Jobs – allerdings die allermeisten im Niedriglohnsektor“, sagte Sommer unserer Redaktion.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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„Das kann nicht gut für die Gesellschaft sein, wenn die Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben sollen. Es droht dann nämlich die Gefahr, dass viele der niedrig bezahlten Migranten und Flüchtlinge in prekären Verhältnissen verharren und später in Altersarmut abrutschen“, erklärte Sommer.
Flüchtlingskrise von 2015 und 2016 ist vorbei
Hier müsse Deutschland handeln und „die Migration in den Niedriglohnsektor in Deutschland künftig deutlich reduzieren“, ergänzte der Bamf-Präsident.
Zugleich hob Sommer hervor, dass die Asylkrise von 2015 und 2016 vorbei sei. „Ich weiß nicht, ob andere Staaten in der Welt diese Leistung von 2015 und 2016 hätten vollbringen können. Deutschland hat Hunderttausende Schutzsuchende innerhalb weniger Monate aufgenommen.
Integration von Flüchtlingen dauert noch Jahre
Allerdings gehörten eine ganz erhebliche Kraftanstrengung dazu und eine massive Belastung aller betroffenen Behörden und Kommunen.“ Sommer ergänzte: „Was noch Jahre brauchen wird, ist die Integration der Menschen.“
Erst kürzlich hatte der Leiter des Bamf die Türkei als verlässlichen Partner in der Migrationspolitik bezeichnet. Die Festnahme eines Anwalts der deutschen Botschaft seitens der Türkei hatte zuvor für viel Kritik gesorgt. Die Türkei hatte zuletzt mit der Übersendung weiterer Flüchtlinge gedroht.
Hartz IV: Flüchtlinge oft abhängig
Integration geht nur schleppend voran:
Warum viele Flüchtlinge am Sprachkurs scheitern
Viele Flüchtlinge sind von Hartz IV abhängig. Das verwundert vor allem bei Geflüchteten aus Syrien. Sie haben meist hohe Bildungsabschlüsse. Allerdings: Dreiviertel der Syrer, deren Asylverfahren in Deutschland abgeschlossen ist, lebt von Grundsicherung.
So sehen die Flüchtlingsrouten heute aus
Diese Tabelle zeigt die Aufschlüsselung von Hartz-IV-Beziehern nach Nationalitäten:
- Deutsche: 63,6 Prozent
- Syrer: 10,5 Prozent
- Türken: 4,2 Prozent
- Iraker: 2,5 Prozent
- Afghanen: 2,2 Prozent

























