Bei einem Angriff von fünf schwer bewaffneten Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf eine Einrichtung der afghanischen Streitkräfte in Kabul sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden, darunter vier der Angreifer.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zwei Angreifer hätten sich in die Luft gesprengt, zwei weitere seien erschossen und einer verhaftet worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, am Montagmorgen. 16 afghanische Soldaten wurden bei dem Angriff verletzt. Zuvor hatte es geheißen, es seien fünf Soldaten getötet und zehn verletzt worden.
Militärhochschule nicht angegriffen
Der Angriff galt Wasiri zufolge einem Stützpunkt der 111. Brigade in der Nähe der Marschall-Fahim-Militärakademie. Er widersprach damit Meldungen, dass die große Militärhochschule selbst angegriffen worden sei. Das hatten zuvor unter anderem der Präsidentenpalast, ein in der Gegend lebender Offizier und afghanische Medien berichtet.
Es wurde nicht unmittelbar klar, ob es sich um eine semantische Unterscheidung handelt, um einen weiteres Versagen von Sicherheitskräften beim Schutz schwer bewachter Einrichtungen zu verschleiern. Satellitenbilder zeigen die beiden Militäreinrichtungen in der afghanischen Hauptstadt sehr nahe beieinander. Bereits im Oktober waren am Tor der Akademie bei einem Selbstmordattentat der Taliban auf einen Bus voller Kadetten mindestens 15 Menschen getötet worden.

Erst Samstag 100 Menschen bei Anschlag gestorben
Im Schutze der Dunkelheit hatten die Islamisten gegen fünf Uhr morgens ihren Angriff begonnen. Die Kämpfe endeten Wasiri zufolge nach knapp fünf Stunden am Vormittag. Der IS reklamierte den Überfall für sich, wie die Site Intel Group unter Berufung auf das IS-Sprachrohr Amak meldete.
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Es war der vierte schwere Vorfall in Kabul im Januar. Rund 150 Menschen kamen bei diesen Anschlägen und Angriffen ums Leben. Erst am Samstag wurden , als ein von den Taliban mit Sprengstoff beladener Krankenwagen mitten im Zentrum der Stadt explodierte.
Eine Woche zuvor hatten Talibankämpfer in einem 17-stündigen Angriff auf das große Hotel Intercontinental mindestens 20 Menschen getötet, darunter eine deutsche Entwicklungshelferin. Anfang Januar waren bei einem Selbstmordattentat des IS auf einen Sicherheitsposten mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. 2017 waren bei mehr als 20 schweren Anschlägen mehr als 500 Menschen getötet worden.
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Angesichts der Serie von schweren Anschlägen wächst die Kritik an der afghanischen Regierung und den Sicherheitskräften. Parlamentarier forderten am Samstag den Rücktritt von Verantwortlichen. Im Ausland befeuern die Angriffe die in das Land. (epd/dpa)






