In Südafrika hat die Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) nach unabhängigen Medienberichten die Absetzung von Staatspräsident Jacob Zuma beschlossen. Das ANC-Exekutivkomitee habe den Entschluss gefasst, noch in dieser Woche ein Misstrauensvotum gegen Zuma zu stellen, berichtete die Wochenzeitung „Mail & Guardian“ am Dienstag. Auch die südafrikanische „Times“ schrieb über die Entscheidung. Zuvor hatte Zumas Partei ihn bereits zum Rücktritt aufgefordert.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zuma habe einen sofortigen Rücktritt abgelehnt und sich eine Frist von drei Monaten erbeten. Die ANC-Führung wolle den Wechsel aber so schnell wie möglich, um verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen.
Südafrika wählt 2019 neuen Präsidenten
Im Frühjahr 2019 stehen Wahlen an. Der südafrikanische Rundfunk SABC berichtete, das ANC-Komitee werde Zuma über die Entscheidung informieren und sie im Lauf des Tages bekanntgeben.
Breaking ANC NEC has decided to recall President Jacob Zuma after he earlier refused to resign. Sources say the meeting turned down Zuma's request for a 3 months stay. The ANC will write to him a letter on its decision, then they will hear from Zuma. @TeamNews24
— Mahlatse Mahlase (@hlatseentle) 13. Februar 2018
Der 75-Jährige regiert Südafrika seit 2009. Vorwürfe wegen Korruption und Amtsmissbrauch hatten ihm lange nichts anhaben können. Er überstand auch mehrere Misstrauensvoten. Zuletzt hatte die Kritik aber deutlich zugenommen. So forderte in der vergangenen Woche die einflussreiche Nelson-Mandela-Stiftung den Rückzug Zumas „besser früher als später“.
Zuma will wohl noch den Brics-Gipfel ausrichten
Laut „Mail & Guardian“ hat der neue Parteichef Cyril Ramaphosa dem ANC-Führungsgremium mitgeteilt, Zuma wolle eine Frist von drei Monaten für einen Rücktritt. Damit könne er noch als Gastgeber beim Brics-Gipfel der Schwellenländer und dem Gipfel der Afrikanischen Union fungieren.
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Ramaphosa ist Vizepräsident und war im Dezember gegen den Willen Zumas zum Parteichef gewählt worden. Damit gilt der 65-jährige Millionär als Präsidentschaftskandidat für 2019. Er zählt seit langem zu den Kritikern Zumas. Medien hatten berichtet, er sei nur zum Rücktritt bereit, wenn ihm Straffreiheit zugesichert werde. (epd)





