Der Frühjahrsputz im Weißen Haus nimmt Fahrt auf. Nach hat der Präsident mit einen weiteren, wenn auch entschieden leiseren Kritiker kaltgestellt. Die Schnittmenge an gemeinsamen Weltanschauungen der beiden Männer war zuletzt so gut wie nicht mehr vorhanden. Besser darum einen Schnitt machen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Außenminister Rex Tillerson war, auch weil seine Lernkurve als Politik-Novize flach blieb, kein heller Stern am Himmel der Diplomatie. Dafür interessierte den bedächtigen auftretenden Texaner der Job einfach nicht genug. Auch darum ließ er es in Verkennung der Notwendigkeiten in einer konfliktreichen Welt zu, dass der das Außenministerium bis zur Bedeutungslosigkeit marginalisieren konnte.
Pompeos Berufung als Indiz für Konfrontationskurs
Auf der anderen Seite wird man dem knorrigen Öl-Manager in einigen Monaten noch hinterherweinen. In der Konstellation mit einem Irrlicht im Oval Office war er einiges wert. Weil auch Stabschef John Kelly Trump nicht genug nach dem Mund redet und vor dem Abschied steht, ruhen die Hoffnungen der internationalen Gemeinschaft nun ausgerechnet auf James Mattis. Der Verteidigungsminister ist die letzte „erwachsene“ Firewall vor Trump.
Die Wahl von CIA-Chef Mike Pompeo, der sich durch Willfährigkeit gegenüber Trump und bellizistische Drohungen gegen und bemerkbar gemacht hat, ist dagegen ein Grund zur Beunruhigung. Mit seiner Berufung zeichnet sich ab, dass der Präsident unter der erdrückenden Last der Ermittlungen in der Russland-Affäre außenpolitisch massiv auf Konfrontationskurs geht. Keine guten Aussichten.




