In Großbritannien wächst die Sorge über mögliche Folgen eines No-Deal-Brexits. Sollte Großbritannien ohne Abkommen aus der Europäischen Union austreten, rechnet die britische Regierung einem Bericht zufolge mit einem Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten und Benzin. Die „Sunday Times“ berief sich auf geleakte Regierungsdokumente.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Darüber hinaus werde von einem mehrmonatigen Zusammenbruch in den Häfen, einer harten Grenze zu Irland und steigenden Sozialkosten ausgegangen. Außerdem könnte es zu landesweiten Protesten kommen.

Das Dossier, das sich mit den wahrscheinlichsten Auswirkungen eines No-Deal-Brexits beschäftige, wurde den Angaben zufolge vom Cabinet Office zusammengestellt. Das Büro soll den Premierminister und die Minister in ihrer Arbeit unterstützen.

EU lehnt Änderungen strikt ab

Dass Großbritannien ohne Abkommen aus der EU ausscheidet, wird immer wahrscheinlicher. Der neue britische Premierminister Boris Johnson will das Land zum Ablauf der Brexit-Frist Ende Oktober aus der Staatengemeinschaft führen, „komme, was wolle“.

Sollte Großbritannien ohne Abkommen aus der Europäischen Union austreten, rechnet die britische Regierung einem Bericht zufolge mit einem Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten und Benzin.
Sollte Großbritannien ohne Abkommen aus der Europäischen Union austreten, rechnet die britische Regierung einem Bericht zufolge mit einem Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten und Benzin.© dpa | Joe Giddens

Änderungen lehnt die EU aber strikt ab. Damit wächst die Gefahr eines No-Deal-Brexits. Für diesen Fall werden jedoch unter anderem schwerwiegende Nachteile für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals befürchtet.

Johnson wird am Mittwoch in Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel zusammentreffen. Das bestätigte eine britische Regierungssprecherin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in London. Am Donnerstag sei ein Treffen mit dem Präsidenten Emmanuel Macron geplant.

Es werde erwartet, dass er klar machen werde, dass es einen neuen Brexit-Deal geben müsse und das Parlament das Ergebnis des Referendums nicht aufheben werde. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Brexit. (dpa/rtr/jei)