Noch drei Jahre gilt die festgelegte Garantie: Das Rentenniveau darf nicht sinken. Doch danach stehen schwere Zeiten bevor, denn das Rentensystem steht unter finanziellen Druck. Die Anzahl der Rentner und Rentnerinnen wächst im Vergleich zur Anzahl der beitragszahlenden Arbeitnehmer immer weiter. Ohne Milliardenzuschüsse aus dem Bundeshaushalt wäre die gesetzliche Rente sozusagen längst pleite.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die FDP machte im vergangenen Bundestagswahlkampf mit dem Vorschlag Schlagzeilen, die Sozialkassen mittels gesteigerter Einwanderung zu stabilisieren. Eine Idee, die auch laut Finanzexperten Potenzial hat, das Rentensystem positiv zu beeinflussen.
Rente: Diese Nationen stellen die meisten Beitragszahler
Aktuelle Statistiken der Deutschen Rentenversicherung (DRV) aus dem Januar zeigen jetzt: Menschen ohne deutschen Pass machen schon Ende 2020 mit 17,2 Prozent einen beträchtlichen Teil der aktiv Rentenversicherten aus. Insgesamt stellen sie 6,7 Millionen der gut 39 Millionen aktiv Versicherten.
Als aktiv versichert gelten Menschen, die entweder Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen oder Beitragszeiten geltend machen. Zum Beispiel weil sie Angehörige pflegen oder Kinder erziehen.
Am meisten zur Rentenversicherung tragen laut den Daten der DRV Einwanderer aus der Türkei mit rund 1,05 Millionen und Polen mit rund 560.000 Beitragszahlern bei.
| Herkunftsland | Aktiv Versicherte (gerundet) |
| Türkei | 1.050.000 |
| Polen | 560.000 |
| Syrien | 463.000 |
| Rumänien | 463.000 |
| Italien | 342.000 |
| Serbien | 271.000 |
| Bulgarien | 215.000 |
| Kroatien | 210.000 |
| Griechenland | 193.000 |
| Russland | 168.000 |
| Afghanistan | 166.000 |
| Irak | 149.000 |
| Bosnien und Herzegowina | 123.000 |
| Ungarn | 117.000 |
| Marokko | 72.000 |
| China | 51.000 |
| Großbritannien | 49.000 |
| USA | 42.000 |
Die DRV führt weitere knapp 238.000 aktiv Versicherte auf, deren Staatsangehörigkeit als ungeklärt gilt.
Insgesamt sank die Zahl der ausländischen Versicherten im Vergleich zum Jahr 2019 um gut 58.000 Personen. Das ist ein Rückgang von rund 0,85 Prozent. Der FDP dürfte das nicht gefallen. (jasc)




