Die Regierung in Dublin will die Iren über die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen abstimmen lassen. Das teilte der irische Ministerpräsident Leo Varadkar am Montagabend nach einer Kabinettssitzung per Twitter mit. Die Volksabstimmung soll im Mai oder Juni stattfinden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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In dem stark katholisch geprägten Land sind per Verfassungszusatz ungeborene Kinder genauso in ihrem Recht auf Leben geschützt wie ihre Mütter. Das macht Kritikern zufolge Abtreibungen faktisch unmöglich, selbst wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.
Abtreibungen in Irland sind derzeit nicht sicher
„Wir wissen, dass jedes Jahr Tausende irische Frauen – aus jedem Bezirk des Landes – für Abtreibungen ins Ausland gehen. Wir wissen, dass viele Frauen Abtreibungspillen per Post erhalten, um ihre Schwangerschaften zu beenden. Es gibt Abtreibung in Irland, aber sie ist nicht sicher, nicht geregelt und illegal“, twitterte Varadkar.
We know that thousands of Irish women - from every county in Ireland - go abroad for abortions every year. We know that many women are obtaining abortion pills through the post to end their pregnancies. So we have abortion in Ireland, but it is unsafe, unregulated & illegal.
— Leo Varadkar (@campaignforleo) 29. Januar 2018
Durch das Referendum soll der entsprechende Verfassungszusatz gestrichen und dem Parlament die Möglichkeit eröffnet werden, Abtreibungen bis zur zwölfte Schwangerschaftswoche zu legalisieren. (jha/dpa)




