Ab dem 1. Juli dürfen sich die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland über deutlich höhere Rentenbezüge freuen. Die Renten steigen im Westen um 5,35 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent – die Rentenanpassung ist damit so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. Nachdem der Bundestag bereits ein entsprechendes Gesetz beschlossen hatte, hat nun auch der Bundesrat der Erhöhung zugestimmt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Grund für den starken Anstieg der Rentenbezüge ist die zurückliegende gute Konjunktur, die sich nach dem Corona-Einbruch 2020 wieder deutlich erholt hatte. Doch tatsächlich erhalten nicht alle Rentnerinnen und Rentner zur gleichen Zeit mehr Geld – denn die angepassten Renten werden zu unterschiedlichen Zeiten überwiesen.
Angepasste Rente wird zu unterschiedlichen Zeiten ausgezahlt
Wer die höheren Rentenbeträge wann erhält, hängt nämlich von dem Zeitpunkt des Rentenbeginns ab. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin. Wer bis März 2004 in die Rente eingetreten ist, kann sich schon Ende Juni über mehr Geld auf dem Konto freuen. Wer hingegen erst im April 2004 oder später berentet wurde, erhält den höheren Rentenbetrag erst Ende Juli.
Die Begründung dafür ist allerdings relativ simpel: Wer vor 2004 in Renten gegangen ist, erhält die Rente als Vorauszahlung noch am Ende des Vormonats. Alle anderen Rentnerinnen und Rentner bekommen ihre Bezüge erst am Ende des laufenden Monats. Die Zahlung erfolgt automatisch.
Wer sich unsicher ist, ab wann er den höheren Betrag erhält, kann das in der Rentenanpassungsmitteilung nachlesen. Dort findet Ruheständler auch den exakten Betrag, um den die Rente angehoben wird. Die Rentenanpassungsmitteilungen werden ab dem 10. Juni versendet.
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(csr/dpa)
Dieser Artikel ist zuerst auf waz.de erschienen.




