Berlin/Düsseldorf. CDU-Parteichef Merz schien der gesetzte Kandidat, um die Union in die nächste Bundestagswahl zu führen. Jetzt droht Konkurrenz aus NRW.

Es ist ein Arrangement, das Hendrik Wüsts (CDU) Sinn für Bilder und Botschaften offenbart. Am 16. Mai wird der nordrhein-westfälische Ministerpräsident in der berühmten „Flora“, dem Botanischen Garten in Köln, den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen an Angela Merkel verleihen. Ein historischer Ort: Hier hielt die frühere Kanzlerin am 4. September 2015 die Festrede zum 70. Geburtstag der Landes-CDU und traf anschließend auf der Autofahrt zum Kölner Flughafen eine folgenreiche Entscheidung: Deutschlands Grenzen blieben für den Flüchtlingszug aus Ungarn geöffnet. Dass Wüst damals intern zu den heftigsten Gegnern der Merkelschen Flüchtlingspolitik gehörte? Längst vergessen.