Afghanistan

USA töten Al-Qaida-Chef: Sawahiri stirbt bei Drohnenangriff

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Al-Kaida-Chef al-Sawahiri bei US-Drohnenangriff getötet

Al-Kaida-Chef al-Sawahiri bei US-Drohnenangriff getötet

Er war einer der Drahtzieher von 9/11 und einer der meistgesuchten Terroristen der Welt: Die USA haben bei einem Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri getötet.

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Er war einer der Drahtzieher von 9/11, einer der weltweit meistgesuchten Terroristen: Aiman al-Sawahiri. Nun wurde er in Kabul getötet.

Washington. 
  • Al-Qaida-Anführer Aiman al-Sawahiri ist tot
  • Er starb bei einem US-Drohnenangriff in Afghanistan
  • Präsident Joe Biden sprach von "Gerechtigkeit" – und drohte anderen Feinden der USA

Schwerer Schlag gegen die Terrororganisation Al-Qaida. Ihr Anführer Aiman al-Sawahiri wurde in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet. Er fiel einem Drohnenangriff zum Opfer. US-Präsident Joe Biden sprach von einem "Präzisionsschlag". Zivile Opfer hat es nach Angaben der US-Amerikaner nicht gegeben.

Jahrzehntelang sei der 71 Jahre alte Al-Sawahiri Drahtzieher von Anschlägen auf US-Bürgerinnen und -Bürger gewesen, erinnerte Biden und sagte: "Jetzt wurde der Gerechtigkeit Genüge getan. Und diesen Terroristenführer gibt es nicht mehr."

Al-Sawahiri tot: Hellfire-Raketen beendeten sein Leben

Die USA hatten ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (rund 24,4 Millionen Euro) auf Al-Sawahiri ausgesetzt. Er war der Nachfolger von Osama bin Laden, der als Kopf der verheerenden Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA galt.

Eine ranghohe Vertreterin der US-Regierung sagte, die Attacke auf Al-Sawahiri in Afghanistan sei über Monate vorbereitet worden. Man habe ihn in einem Unterschlupf in Kabul aufgespürt. Dort sei er am Samstagabend Ortszeit schließlich getötet worden, als er auf den Balkon des Hauses getreten sei, genauer gesagt durch zwei von einer Drohne abgefeuerte Raketen vom Typ Hellfire.

US-Präsident Biden droht Feinden der USA

Der US-Präsident wertete Al-Sawahiris Tod als Beleg dafür, dass es auch ohne Tausende Soldaten auf afghanischem Boden möglich sei, Amerika vor Terroristen zu schützen. Der Schlag gegen Al-Sawahiri sei außerdem eine Botschaft an andere: "Egal, wie lange es dauert, egal, wo ihr euch versteckt: Wenn ihr eine Bedrohung für unser Volk seid, werden die Vereinigten Staaten euch finden und euch ausschalten."

Als langjährige Nummer zwei von Al-Qaida war der Ägypter 2011 nach dem Tod Bin Ladens an die Spitze des Terrornetzwerks aufgerückt. Schon vorher hatte sich der gelernte Arzt aus Kairo den Spitznamen "Terror-Doktor" erworben. Jedoch gelang es ihm nie, unter den Dschihadisten das Ansehen seines Vorgängers zu erreichen. (fmg/dpa)

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.