Ab Anfang kommenden Jahres soll in Deutschland das massenhafte Töten männlicher Küken gestoppt werden. Das entsprechende Gesetz hat der Bundestag am späten Donnerstagabend verabschiedet.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Bislang werden in der Legehennenhaltung jährlich mehr als 40 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen getötet, weil sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen. Diese Praxis ist ab 1. Januar 2022 verboten.

Neue Verfahren sollen Geschlecht der Küken im Ei bestimmen

In Zukunft sollen Verfahren zum Einsatz kommen, mit denen das Geschlecht bereits im Ei bestimmt wird, damit männliche Küken gar nicht erst schlüpfen. Um in Zukunft auch Schmerzen für den Embryo zu vermeiden, sollen solche Methoden ab dem Jahr 2024 aber nur noch dann erlaubt sein, wenn das Geschlecht des Kükens schon in einem früheren Stadium des Brütens erkannt wird. Lesen Sie auch: Kükenschreddern verboten: Klöckner schlägt neues Gesetz vor

Der Bundesrat muss sich nun abschließend mit dem von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) vorgelegten Gesetz befassen. Allerdings kann der das Vorhaben nur verzögern, aber nicht stoppen. Bereits im jahr 2019 hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die bisherige Praxis des Kükentötens nur noch für eine Übergangszeit zulässig ist, weil Tierschutzbelange höher zu bewerten seien als wirtschaftliche Interessen.