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Bundestagswahl 2021: Das sind die Kanzlerkandidaten

| Lesedauer: 4 Minuten
Martin Nefzger
So läuft die Bundestagswahl ab

So läuft die Bundestagswahl ab

Alle vier Jahre wird in Deutschland der Bundestag gewählt. Wie das genau funktioniert, was die zwei Stimmen auf dem Wahlzettel bedeuten und wie die Mandate vergeben werden erfahren Sie hier.

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Im Herbst wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Zwei Politiker und eine Politikerin gehen als Kanzlerkandidaten ins Rennen.

Berlin. Es geht um nicht weniger als die Nachfolge von Angela Merkel (CDU): Zwei Männer und eine Frau treten bei der Bundestagswahl 2021 als Kanzlerkandidaten beziehungsweise -kandidatin an. Sie wollen die Wähler und Wählerinnen überzeugen und so den Sprung ins Kanzleramt schaffen. Wir stellen die Bewerber und die Bewerberin um den Platz an der Spitze der Bundesregierung vor.

Annalena Baerbock: Kanzlerkandidatin der Grünen

Seit 2018 bildet sie mit Robert Habeck die Spitze der Grünen. Im April 2021 setzte sie sich gegen ihren Mitstreiter durch und wurde zur Kanzlerkandidatin der Partei ernannt. Damit ist Annalena Baerbock erst die zweite Frau in der Geschichte der Bundesrepublik, die sich um den Posten als Regierungschefin bewirbt. Ihr mögliche Vorgängerin, Angela Merkel, hatte diesen immerhin 16 Jahre inne.

Als einzige im Trio, das um den Platz im Kanzleramt kämpft, verfügt Baerbock über keinerlei Regierungserfahrung. Dennoch gilt die 40-Jährige als erfahrene und versierte Politikerin. Bereits mit 28 war sie Grünen-Landeschefin in Brandenburg, 2013 zog sie erstmals in den Bundestag ein.

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Zentrales Thema der Kandidatur von Annalena Baerbock ist der Klimaschutz, auch wenn Kritiker den Grünen immer wieder vorwerfen, bei ihren Zielen zu genügsam zu sein. Das könnte der Partei bei der nächsten Bundestagswahl jedoch helfen, auch bürgerliche Wählerinnen und Wähler zu überzeugen.

Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU): Für die Union ins Kanzleramt?

Armin Laschet hat bereits Erfahrung als Chef einer Regierung: Seit 2017 führt er als Ministerpräsident eine schwarz-grüne Koalition in Nordrhein-Westfalen an. Bei der Wahl gelang es ihm, die amtierende Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) aus dem Amt zu drängen.

Bis zu seiner Kanzlerkandidatur war es danach jedoch noch ein langer Weg. Bei der Wahl zum CDU-Vorsitzenden im Januar 2021 musste er sich zunächst gegen Norbert Röttgen und Friedrich Merz durchsetzen. Danach entbrannte ein Konflikt mit CSU-Chef Markus Söder um die Auswahl des Kanzlerkandidaten der Union. Erneut trug Laschet einen Sieg davon.

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Politisch gilt Laschet als "Mann der Mitte". Er setzt auf politische Kontinuität und würde wohl die Politik von Angela Merkel fortführen. Trotz deren anhaltender Beliebtheit sind die Umfragewerte der Union aktuell allerdings schlecht, was nicht zuletzt auf Armin Laschet als Kanzlerkandidat zurückgeführt wird.

Olaf Scholz (SPD): Finanzminister und Kanzlerkandidat

Vom Vizekanzler zum Kanzler, das ist das Ziel von Olaf Scholz. Bereits jetzt ist er als Finanzminister und stellvertretender Regierungschef Mitglied der Bundesregierung. Das möchte er auch nach der Bundestagswahl bleiben, auch wenn die Umfragewerte der SPD derzeit nicht auf einen Wahlsieg hindeuten. Dennoch hält Scholz ein Ergebnis seiner Partei "in den oberen 20 Prozent" und damit seine eigene Kanzlerschaft noch für möglich, wie er in einem Interview mit dem ZDF betonte.

Im Kampf um das Kanzleramt ist Scholz der einzige Kandidat, der nicht auch gleichzeitig Vorsitzender seiner Partei ist. Bei der Wahl zum SPD-Vorsitz unterlag er 2019 Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Dennoch nominierte ihn die Partei bereits im August 2020 zum Kanzlerkandidaten.

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Ähnlich wie Armin Laschet würde wohl auch Olaf Scholz im Falle eines Wahlsiegs den pragmatischen Mitte-Kurs von Angela Merkel fortsetzen. Gleichzeitig gewinnen in der SPD immer mehr Vertreter des linken Partei-Flügels, zu denen auch die Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans gezählt werden, an Macht. Ein klares Bild, was eine Kanzlerschaft von Scholz mit sich bringen würde, gibt es daher trotz des Wahlprogramms der SPD nicht.

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