Ex-US-Präsident

Trump kann nicht ohne Twitter - und startet eigene Plattform

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Donald Trump startet Twitter-Alternative

Donald Trump startet Twitter-Alternative

Nachdem Donald Trump auf Twitter dauerhaft gesperrt wurde, hat er nun eine Alternative ins Leben gerufen. Obwohl „From the Desk of Donald J. Trump“ dem Kurznachrichtendienst ähnelt, gibt es entscheidende Unterschiede.

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Der frühere US-Präsident Donald Trump tut seine Meinung gerne via Twitter kund. Doch dort ist er gesperrt. Nun hat er eine Alternative.

Palm Beach/Berlin. Was macht ein geltungssüchtiger früherer US-Präsident, der ohne nachzudenken seine Meinung in die Welt posaunen will, wenn sein Lieblingskanal ihn dauerhaft sperrt? Er sucht sich eine Alternative.

Rund vier Monate nachdem er wegen des Sturms auf das Kapitol bei Twitter rausgeworfen wurde, hat Donald Trump seine eigene Plattform ins Leben gerufen: Auf "From the Desk of Donald J. Trump" bläst er nun Videos und Nachrichten in altbekannter Weise in die Welt, ohne dass er Einschränkungen und "Zensur" fürchten muss. Auch interessant: Ex-US-Präsident: Was macht eigentlich Donald Trump?

Donald Trump postet Video zum Start seiner Twitter-Alternative

Zum Start am Dienstag postete er ein 30-sekündiges Video. "In Zeiten des Schweigens und der Lügen entfacht ein Leuchtfeuer der Freiheit. Ein Ort, in dem frei und sicher gesprochen werden kann, direkt vom Schreibtisch Donald J. Trumps." Dieser Schriftzug erscheint vor einer Erdkugel, der sich die Kamera immer weiter nähert.

Die Kamera zoomt auf die USA, auf Florida und schließlich auf den derzeitigen Wohnsitz Trumps: das Luxus-Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach. Im Hintergrund ertönt die Nachricht von der Sperrung des Trump'schen Twitter-Accounts.

Trumps Twitter-Alternative: Kommunikation bleibt Einbahnstraße

Weitere Posts, rückdatiert bis zum 24, März, vervollständigen Trumps Plattform. In ein paar Dutzend Posts äußert sich in der gewohnten Twitter-Manier zur "betrügerischen Präsidentschaftswahl 2020", die "von nun an als DIE GROSSE LÜGE" bekannt sein solle. Er wirft US-Präsident Joe Biden einen "Bärendienst an der Bevölkerung" vor, weil dieser den Einsatz des Corona-Vakzins von Johnson & Johnson zwischenzeitlich gestoppt hatte.

Und doch unterscheidet sich Trumps Alternativ-Plattform grundlegend von Twitter. Denn die Kommunikation ist eine Einbahnstraße. Kommentare sind nicht möglich, das Teilen bislang ebenfalls nur rudimentär. Einzelne Posts können mithilfe kleiner Buttons auf Twitter und Facebook verlinkt und dort verbreitet werden. Zudem haben Besucher der Seite die Möglichkeit, Beiträge zu liken.

Allerdings sieht nur der User selbst, ob er einen Beitrag geliket hat, wie viele Leser einen Post mit dem "Gefällt mir"-Herzchen versehen haben, ist nicht ersichtlich.

"From the Desk of Donald J. Trump": Beitritt nicht möglich

Zumindest bislang können sich auch keine weiteren Nutzer anmelden, um die Plattform ebenfalls zu nutzen. "From the Desk of Donald J. Trump" ist lediglich eine Unterseite seiner Homepage www.donaldjtrump.com.

Wer auf den "Beitreten"-Button klickt, kann lediglich als "Gründungsmitglied" einer gewissen "Rettet Amerika"-Bewegung einen bestimmten Geldbetrag spenden. Wer Benachrichtigungen über neue Beiträge Trumps erhalten möchte, muss sich registrieren.

Deutlich wird: Donald Trump hat nicht nur die US-Wahl 2020 und seine zuletzt 88 Millionen Twitter-Follower verloren, sondern offenbar auch das Gespür für Realität. In dem Video zum Start der Plattform steht am Ende noch immer: "Rettet Amerika - Präsident Donald J. Trump". (jkali)

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