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Mindestlohn, Hartz IV und Kindergeld: 2021 bringt mehr Geld

| Lesedauer: 4 Minuten
Martin Nefzger
Harte Hartz-IV-Sanktionen gekippt – was man nun wissen muss

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Das neue Jahr steht vor der Tür. Es bringt viele Änderungen mit sich - und etwas mehr Geld. Wir zeigen, wo Sie 2021 mehr bekommen.

Berlin. 
  • Mit dem Jahreswechsel ändert sich für die Menschen in Deutschland einiges
  • Für viele bringt 2021 mehr Geld mit sich
  • Denn unter anderem steigen der Mindestlohn, das Kindergeld und die Hartz-IV-Sätze
  • Das sind nicht die einzigen Änderungen. Wir zeigen Ihnen, wie viel Geld Sie 2021 mehr bekommen

Mit dem Jahreswechsel wird sich für viele Menschen in Deutschland einiges ändern. Und das ist durchaus positiv. Denn wenn die Raketen an Silvester abgeschossen sind, gibt es für viele von ihnen ab Januar 2021 mehr Geld. Unter anderem der Mindestlohn, die Hartz-IV-Sätze und das Kindergeld steigen im neuen Jahr. Wir fassen die wichtigsten Neuerungen zusammen.

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Mindestlohn: 2021 bringt gleich zwei Erhöhungen

Es ist beschlossene Sache: Bis zum 1. Juli 2022 wird der Mindestlohn in Deutschland stufenweise auf 10,45 Euro erhöht. Derzeit liegt er noch bei 9,35 Euro. Mit der Erhöhung will die Bundesregierung laut ihrer Webseite „die Einkommenssituation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Niedriglohnbereich“ verbessern.

Einen ersten Schritt geht die Regierung dabei mit dem Jahreswechsel:

  • Ab 1. Januar 2021 liegt der Mindestlohn in Deutschland bei 9,50 Euro, zum
  • 1. Juli 2021 steigt er auf 9,60 Euro. Weitere Erhöhungen sind für den
  • 1. Januar 2022 (9,82 Euro) und den
  • 1. Juli 2022 (10,45 Euro) geplant.

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Neben dem Mindestlohn für Arbeitnehmer steigt auch die Mindestvergütung für Auszubildende – allerdings nicht unmittelbar zum Jahreswechsel. Ausschlaggebend ist bei ihnen das Jahr, in dem sie ihre Ausbildung begonnen haben. So lag die Untergrenze bei Ausbildungsbeginn im Jahr 2020 noch bei 515 Euro pro Monat – 2021 steigt dieser Wert auf 550 Euro.

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Kindergeld: Mehr Geld für Eltern

Auch für Familien mit Kindern bringt das neue Jahr mehr Geld mit sich. So steigt das Kindergeld um 15 Euro. Für das erste und zweite Kind gibt es damit ab 1. Januar 2021 219 Euro pro Monat, für das dritte Kind 225 und für das vierte Kind 250 Euro. Zudem wird auch der Kinderfreibetrag angehoben. Bisher betrug er 7428 Euro – ab Januar wird er bei 7620 Euro liegen. Lesen Sie auch: Preis für Benzin steigt zum Jahreswechsel deutlich

Kinderzuschlag steigt ab Januar 2021

Auch der Kinderzuschlag für Familien mit niedrigem Einkommen wird zum 1. Januar 2021 erhöht. Von 185 Euro pro Monat steigt er mit dem Jahreswechsel um 20 Euro auf 205 Euro pro Monat und Kind.

Unterhaltsvorschuss

Unterhaltsvorschuss vom Staat erhalten Alleinerziehende, die vom anderen Elternteil keinen oder nicht regelmäßig Unterhalt bekommen. Wie hoch dieser ausfällt, ist vom Alter des Kinds abhängig.

  • Ab 1. Januar 2021 gibt es für Kinder bis fünf Jahre 174 Euro (bisher 165 Euro),
  • für Kinder zwischen sechs und elf Jahren 232 Euro (2020 Euro) und für
  • minderjährige Kinder ab zwölf 309 Euro (293 Euro) pro Monat.

Hartz IV

Für Empfänger von Hartz IV ändert sich mit dem neuen Jahr so einiges. Eine der wichtigsten Neuerungen: Es gibt mehr Geld.

  • Singles erhalten ab Januar 2021 446 Euro, statt wie bisher 432 Euro.
  • Für Paare steigt der Hartz-IV-Satz um 12 Euro auf 401 Euro.
  • Wer Kinder zwischen 14 und 17 Jahren hat, erhält darüber hinaus 45 Euro pro Monat zusätzlich zum normalen Hartz-IV-Satz. Lesen Sie hier: So könnte das bedingungslose Grundeinkommen Hartz IV ablösen.

Gleichzeitig steigen auch die Sätze für den sogenannten Mehrbedarf. Alleinstehende, werdende Mütter erhalten zum Beispiel 75,82 statt bisher 73,44 Euro zusätzlich. Alleinerziehende mit einem Kind unter sieben Jahren haben in Zukunft Anspruch auf einen Zuschlag von 160,56 Euro (bisher 155,52 Euro).

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