FDP-Chef

Lindner darf nicht in Uni Hamburg reden – nun redet er davor

Christian Lindner wird trotz Verbots der Uni-Leitung mit Hamburger Studierenden reden. Das Uni-Gelände betritt der FDP-Chef aber nicht.

FDP-Chef Christian Lindner Ende Oktober in der Bundespressekonferenz.

FDP-Chef Christian Lindner Ende Oktober in der Bundespressekonferenz.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin.  Christian Lindner wird trotz Ablehnung von der Universität Hamburg an die Hochschule kommen, um mit Studierenden zu diskutieren. Wie die FDP mitteilte, wird der Parteichef am kommenden Montag (11. November) einer Einladung der Liberalen Hochschulgruppe folgen und zum Thema Redefreiheit sprechen – allerdings nicht wie geplant in, sondern direkt vor der Uni.

„Freie Rede. Gedanken zu Meinungsfreiheit und Debattenklima“ soll das Thema von Lindners Vortrag sein. Die Hamburger Versammlungsbehörde hat die Veranstaltung laut FDP-Mitteilung genehmigt.

„Ich lasse mich nicht daran hindern, mit Studierenden zu diskutieren – auch von einer grünen Wissenschaftssenatorin nicht“, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur. „Wir brauchen mehr Debatten, nicht weniger. Wenn die Liberale Hochschulgruppe jetzt zur Diskussion über Meinungsfreiheit auf dem Vorplatz der Uni einlädt, stelle ich mich der Debatte gerne.“

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Lindner-Beschwerde Wissenschaftssenatorin blieb ohne Folgen

Zunächst wollte Lindner am selben Tag in der Universität einen Vortrag halten, dann wurde es jedoch durch die Leitung der Hochschule verboten. Lindner beschwerte sich daraufhin schriftlich bei Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) – ohne Ergebnis.

Die Auseinandersetzung führte in Deutschland zu einer Diskussion über Debattenkultur. Kurz vor der Absage an Lindner hatte an der Uni Hamburg bereits eine Vorlesung von AfD-Gründer Bernd Lucke für Schlagzeilen gesorgt. Aktivisten und Zuhörer hatten Lucke lautstark am Reden gehindert, ihn unter anderem als „Nazi-Schwein“ beschimpft und körperlich bedrängt.

(br/dpa)