Bundestag

Göring-Eckardt und Hofreiter bleiben Grünen-Fraktionschefs

Die Grünen haben Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter als Fraktionsvorsitzende wiedergewählt. Sie siegten im ersten Wahlgang.

Katrin Göring-Eckardt führt auch künftig die Bundestagsfraktion der Grünen.

Katrin Göring-Eckardt führt auch künftig die Bundestagsfraktion der Grünen.

Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa

Berlin.  Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter dürfen Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag bleiben. Die 53-jährige Göring-Eckardt setzte sich am Dienstag in Berlin gegen Herausforderin Kirsten Kappert-Gonther mit 61,19 Prozent der Stimmen durch. Sie kam auf 41 Stimmen, Kappert-Gonther auf 19.

Der 49-jährige Hofreiter konnte im ersten Wahlgang 58,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen und setzte sich damit gegen Herausforderer Cem Özdemir durch.

Grünen-Fraktionswahl: Göring-Eckardt und Hofreiter bleiben Chefs

Hofreiter und Göring-Eckardt hatten vor der Wahl als Favoriten für die Wahl gegolten. Sie führen seit 2013 gemeinsam die Bundestags-Grünen. Özdemir gehört zu den bekanntesten Grünen. Seine Teampartnerin Kappert-Gonther war dagegen erst vor zwei Jahren in den Bundestag eingezogen und hatte außerhalb ihres Fachbereichs, der Gesundheitspolitik, bundesweit bisher nicht für Aufmerksamkeit gesorgt. Kurz vor der Wahl hatte Özdemir Kritik an seinem Führungsstil zurückgewiesen.

Die Wahl der Fraktionschefs wird auch deswegen als so wichtig eingeschätzt, weil die Grünen Teil der nächsten Bundesregierung werden könnten. Die Vorsitzenden der Fraktion hätten dann gute Chancen, ein Ministeramt zu bekommen. Als Spitzenkandidaten in der kommenden Wahl gelten derzeit aber die Parteichefs Robert Habeck und Annalena Baerbock als gesetzt.

Grünen-Fraktion glänzt nicht so sehr wie die Partei

In der Fraktion waren zuletzt nicht alle glücklich mit dem Führungsduo Hofreiter/Göring-Eckardt. Bei der vorigen Wahl hatten beide ohne Gegenkandidaten nur rund zwei Drittel der Stimmen bekommen. Zur Unzufriedenheit trägt auch bei, dass in der Bundespartei mit der Wahl der neuen Chefs Habeck und Baerbock zwar Aufbruchstimmung eingezogen ist, die Fraktion im Vergleich dazu aber eher unterstützt als glänzt.

(dpa/cho)

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