Parteibeitritt

Böhmermann: Weg in die SPD Köthen ist offenbar frei

Er wollte den SPD-Vorsitz, muss aber erstmal in der Partei sein. Wie Jan Böhmermann es doch noch in die SPD Köthen schaffen kann.

Jan Böhmermann wollte SPD-Chef werden, war aber zu spät dran. Schafft er es zumindest in die SP Köthen?

Jan Böhmermann wollte SPD-Chef werden, war aber zu spät dran. Schafft er es zumindest in die SP Köthen?

Foto: Julia Hüttner / dpa

Berlin. Eigentlich sollte alles ganz schnell gehen – ganz so einfach ist das Geschäft mit der Politik dann aber doch nicht. TV-Satiriker Jan Böhmermann hatte kurzfristig den Beschluss gefasst, für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. Das misslang jedoch. Zuerst einmal musste er es überhaupt in die Partei schaffen.

Nach ein wenig Vorbereitung hat er es aber nun offenbar geschafft, den Sozialdemokraten beizutreten. Einer Aufnahme in den SPD-Ortsverein Köthen steht wohl nichts mehr im Wege. Denn: Die Partei entschied, eine Ausnahme vom Wohnortprinzip zu machen. Eigentlich müsste er in Köln beitreten. Normalerweise wird man dort Mitglied, wo man wohnt.

Böhmermanns Weg in die SPD: Noch keine Aufnahme

Ist Böhmermann nach der Entscheidung der Kölner Genossen nun endlich Mitglied der ältesten deutschen Partei? Antwort von Mederlet: „Über den Status der Mitgliedschaft hatten wir nicht zu befinden. Köln hat über die Ausnahmegenehmigung entschieden – der Kreisverband Anhalt-Bitterfeld muss auch über die Ausnahme beschließen.“

Dann wäre der Ortsverein Köthen am Zug und könne über die Aufnahme befinden, weil er erst dann zuständig wäre, sagte Mederlet. Das sei zumindest seine Lesart des SPD-Statuts. Diverse SPD-Politiker wie Lars Klingbeil und Sawsan Chebli hatten bei Twitter den Vorgang kommentiert.

Böhmermann, Moderator der ZDF-Sendung „Neo Magazin Royale“, hatte angekündigt, SPD-Vorsitzender werden zu wollen. Die Frist für Kandidatur lief jedoch am Sonntag vor einer Woche ab, bevor er Parteimitglied geworden war.

Böhmermann hatte zuletzt gemeinsam mit Klaas Heuer-Umlauf mit einem Spendenaufruf eine Million Euro für Seenotretter zusammenbekommen. (ses/dpa)