Insekten

Super-Nester mit 15.000 Wespen: Warnung vor Plage in den USA

Insektenforscher warnen vor einer Wespen-Plage im US-Staat Alabama. Dort wurden „Super-Nester“ mit bis zu 15.000 Wespen entdeckt.

Die aggressive Wespen-Art „Yellow Jacket“ ist in den USA für die meisten Tode durch Stechen verantwortlich.

Die aggressive Wespen-Art „Yellow Jacket“ ist in den USA für die meisten Tode durch Stechen verantwortlich.

Foto: Robin Loznak / imago/ZUMA Press

Montgomery. Sie heißen „Super-Nester“, und sie können so groß wie ein Kleinwagen werden: Im US-Südstaat Alabama warnen Experten vor riesigen Wespen-Kolonien. Vier dieser Bauten sind in diesem Jahr bereits bestätigt worden, viele weitere haben Bürger gemeldet. Insektenforscher rechnen damit, dass es bis zu 90 werden könnten.

„Yellow Jacket“ heißt die aggressive Wespen-Art. 4000 bis 15.000 Insekten leben in den „Super-Nestern“. Schon 2006 hatte es eine Plage gegeben, damals waren in Alabama drei Menschen ernsthaft durch Wespenstiche verletzt worden. Wespen können im Gegensatz zu Bienen mehrfach stechen; Yellow-Jacket-Wespen sind für die meisten Tode durch Wespenstiche in den USA verantwortlich.

Entomologen, also Insektenforscher, sehen die Ursache der drohenden Wespen-Plage in Alabama im warmen Winter, wie aus der Warnung einer Forschergruppe an der Alabama A&M University hervorgeht. Die meisten Yellow-Jacket-Wespen überleben kalte Temperaturen nicht, weil sie entweder erfrieren oder nicht genug Futter finden. Nur die Königinnen haben einen Bestandteil im Blut, der Erfrieren verhindert. Die „Super-Nester“ sind in der Regel Nester, die im vergangen Jahr schon bestanden und die jetzt weiter wachsen.

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Die Forscher warnen Bürger dringend davor, selbst zu versuchen, die „Super-Nester“ zu zerstören. Die Wespen wirkten zwar oft weniger aggressiv, doch das täusche; selbst einige Schädlingsbekämpfer würden vor dem Entfernen der Super-Nester zurückschrecken.

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In Deutschland ist die Gemeine Wespe eine der verbreitetesten Arten. Der Naturschutzbund (NABU) erklärt, dass Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Deshalb soll man hektische Bewegungen vermeiden. Auch Pusten sei nicht ratsam: „Das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal“, heißt es. (moi)

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