Verkehr

Vorstoß aus Hamburg: Sollte es Kennzeichen für Räder geben?

Immer mehr Deutsche schwingen sich aufs Rad. Die Zahl der Verstöße gegen Verkehrsregeln steigt. Braucht es Nummernschilder für Räder?

Fahrradfahrer in Frankfurt am Main: Immer mehr Deutsche nutzen das Fahrrad um zur Arbeit und durch die Stadt zu kommen.

Fahrradfahrer in Frankfurt am Main: Immer mehr Deutsche nutzen das Fahrrad um zur Arbeit und durch die Stadt zu kommen.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Hamburg. Die CDU in Hamburg schlägt vor, eine Pflicht für Nummernschilder bei Fahrrädern einzuführen. Hintergrund sind neue Zahlen von Unfällen, festgestellten Verstößen gegen Verkehrsregeln und Fahrerflucht nach Unfällen, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Eine Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU hatte zuvor gezeigt, dass nicht nur die Zahl der Unfälle mit Rädern anstieg, sondern vor allem auch die der Verstöße gegen Verkehrsregeln. Allerdings: In Hamburg nutzen auch immer mehr Menschen das Fahrrad.

Innenbehörde nennt Kennzeichnungspflicht „Bürokratiemonster“

Auch in anderen Städten wuchs die Zahl der Radfahrer laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) in den vergangenen Jahren rapide an. Den Trend dürften Sharing-Anbieter für Leihräder in Städten noch verstärken.

Eine Kennzeichnungspflicht für Fahrräder lehnt die Hamburger Innenbehörde indes als „Bürokratiemonster“ ab. Der Aufwand einer solchen Pflicht wäre für Behörden, aber auch für Radfahrer, zu hoch, berichtet das „Hamburger Abendblatt“.

Vor diesen Situationen haben Fahrradfahrer am meisten Angst

Weil es immer wieder zu schweren Unfällen kommt, an denen Fahrradfahrer beteiligt sind, wollen Verkehrsminister mehr Sicherheit für Radfahrer. Dazu gehört auch die schnellere Einführung von Abbiegeassistenten. Auch gesetzlich soll mehr Rücksicht auf Radler genommen werden mit strengeren Regeln für Autofahrer. (les/ac)

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