Terrororganisation

Türkei: Berichte über Festnahmen von Urlaubern „haltlos“

Ankara hat verschiedene Medienberichte zurückgewiesen, in denen es hieß, regierungskritische Urlauber sollen festgenommen werden.

Eine pro-kurdische Demonstration im September 2018 in Düsseldorf.

Eine pro-kurdische Demonstration im September 2018 in Düsseldorf.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Berlin. Die Türkei hat Berichte, wonach Deutsche bei der Einreise in die Türkei gefährdet seien, als „haltlos“ zurückgewiesen. Hintergrund ist eine Rede des Innenministers Süleyman Soylus von Sonntag, in der er Härte gegen Sympathisanten von Terrororganisationen ankündigte.

Soylus hatte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu in Ankara gesagt: „Da gibt es jene, die in Europa und in Deutschland an den Veranstaltungen der Terrororganisation teilnehmen und dann in Antalya, Bodrum und Mugla urlauben.“ Man habe auch für sie „Maßnahmen“ ergriffen. „Sollen sie doch herkommen und von den Flughäfen aus einreisen. Wir nehmen sie fest und auf!“

Verschiedene Medien hatte anschließend berichtet, dass die Türkei künftig Urlauber aus Deutschland, die als mutmaßliche Regierungsgegner gelten, gleich bei der Einreise festnehmen lassen wolle.

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PKK als Terrororganisation eingestuft

Die Aussagen des türkischen Innenministers Süleyman Soylu seien „eindeutig aus dem Zusammenhang gerissen und verzerrt“, teilte das türkische Außenministerium mit. Touristen aus Deutschland und allen anderen Ländern seien in der Türkei nach wie vor willkommen.

Der deutsch-türkische Abgeordnete und Erdogan-Berater Mustafa Yeneroglu schrieb auf Twitter, wer Terrororganisationen wie die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK unterstütze, müsse wie auch in anderen Ländern mit einer Strafverfolgung rechnen.

„Nicht deutsche Urlauber, nicht Regierungsgegner, sondern solche, die aufgrund von Straftaten gesucht werden, sind betroffen.“ Die PKK wird in der Türkei und der EU als Terrororganisation eingestuft. (dpa/les)