Provokation

Trump provoziert erneut mit „Game-of-Thrones“-Vergleich

Auf Instagram postet der US-Präsident den Spruch „The Wall is coming“. Es ist nicht sein erster Vergleich mit „Game-of-Thrones“.

Donald Trump sprach am Donnerstag im Weißen Haus über den Haushalt. Auf Instagram provozierte er derweil mit einem Vergleich zur Fantasy-Fernsehserie „Game of Thrones“.

Donald Trump sprach am Donnerstag im Weißen Haus über den Haushalt. Auf Instagram provozierte er derweil mit einem Vergleich zur Fantasy-Fernsehserie „Game of Thrones“.

Foto: Evan Vucci / dpa

Washington.  US-Präsident Donald Trump hat den Bau der geplanten Grenzmauer zu Mexiko mit der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ verglichen – und zieht damit viel Kritik und Spott auf sich.

Trump postete ein Foto von sich über einer Mauer auf Instagram. Dazu prangt der Spruch „The Wall is coming“ (übersetzt: „Die Mauer kommt“) auf dem Bild. Das „O“ in „coming“ ist dabei wie bei der Serie mit zwei senkrechten Strichen durchzogen.

In „Game of Thrones“ ist das Leitmotiv der Serie der Spruch „Winter is coming“ („Der Winter kommt“). Außerdem schützt in der Serie eine riesige Mauer aus Eis die Bewohner der „Sieben Königslande“ vor einer Invasion von Untoten.

Zweiter „Game-of-Thrones“-Vergleich binnen zwei Tagen

Es ist schon der zweite „Game-of-Thrones“-Vergleich von Donald Trump in dieser Woche. Am Mittwoch hatte der 72-Jährige vor einer Kabinettssitzung ein Plakat mit dem Spruch „Sanctions are coming. November 4“ („Sanktionen werden kommen. 4. November“) veröffentlicht. Auch bei diesem Spruch waren die „O“s durchgestrichen.

Erstmalig war das Bild im November im Zuge der Iran-Sanktionen bekanntgeworden. Damals war das Datum allerdings noch mit „November 5“ datiert, Donald Trump hatte es auf Twitter gepostet.

Nun legte Trump mit dem zweiten Vergleich nach. Dafür erntete er prompt Spott, denn der Vergleich hapert. In „Game-of-Thrones“ zerbricht die Mauer.

Trump fordert vehement den Mauerbau

Der Hintergrund für das Bild sind die laufenden Haushaltsverhandlungen in den USA. Trump möchte die Finanzierung einer Mauer an der mexikanischen Grenze durchsetzen.

Schon im Wahlkampf hatte der US-Präsident eine Mauer zu Mexiko versprochen, ursprünglich wollte er diese in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit realisieren. Daraus wurde nichts .

Der republikanische Präsident verfolgt mit dem Mauerbau das Ziel, die illegale Einwanderung zu begrenzen. Am Rio Grande wurde im Frühjahr 2018 Stacheldraht installiert, im November beorderte Trump die Nationalgarde an die mexikanische Grenze.

Zähes Ringen um US-Haushalt

Derzeit liegt der US-Haushalt auf Eis. Republikaner und Demokraten ringen seit Wochen um eine Einigung. Weil sie sich bis zum 22. Dezember nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen konnten, herrscht derzeit eine Haushaltssperre, ein sogenannter „Shutdown“. Das Repräsentantenhaus legte gestern einen neuen Haushaltsplan vor, um den „Shutdown“ zu beenden.

Eine Mauer taucht in diesen Plänen aber nicht auf. Ganz zum Ärger von Trump. Der US-Präsident fordert fünf Milliarden US-Dollar (rund 4,4 Milliarden Euro), um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ursprünglich hatte Trump sogar 18 Milliarden Euro veranschlagt . Während das Repräsentantenhaus den neuen Haushaltsentwurf annahm, lehnte das Weiße Haus ihn ab.

Demokraten haben Mehrheit im Repräsentantenhaus

Allerdings wird die Umsetzung der Mauerpläne in Zukunft nicht leichter für Donald Trump. Denn seit Donnerstag haben die Demokraten erstmals seit acht Jahren wieder die Mehrheit im Repräsentantenhaus – und sie lehnen die Mauerpläne strikt ab.

Mit der Wahl von Nancy Pelosi zur „Madame Speaker“ bestimmt zudem künftig eine Demokratin darüber, was im Repräsentantenhaus auf der Tagesordnung landet. Dass es die Mauer sonderlich schnell auf die Tagesordnung schaffen wird, gilt als unwahrscheinlich.