Polizei

Chemnitz: Sechs Tatverdächtige wegen „Hitlergruß“ ermittelt

Die Polizei hat sechs Personen ermittelt, die in Chemnitz den „Hitlergruß“ gezeigt haben sollen. Es soll nun rasche Verfahren geben.

Vermummte jagen in Chemnitz Flüchtling und prügeln ihn

Hetzjagd auf Flüchtlinge in Chemnitz: Ein Afghane ist von Vermummten zusammengeschlagen worden. Reporterin Johanna Rüdiger hat ihn getroffen und mit ihm gesprochen. Im Video erzählt er seine Geschichte.

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Chemnitz.  Beamte der Bereitschaftspolizei haben sechs Tatverdächtige ermittelt, die bei Versammlungen in Chemnitz den „Hitlergruß“ gezeigt haben sollen. Das teilte die Polizei Sachsen am Donnerstag auf Facebook mit.

Die Personen waren bei verschiedenen Kundgebungen und Aufmärschen in der vergangenen Woche aufgefallen, weil sie mutmaßlich Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§86a StGB) verwendet hatten. Meist handelte es sich dabei nach Angaben der Polizei um den so genannten „Hitlergruß“.

Beschleunigte Verfahren in zwei Fällen

Beamte erkannten die Tatverdächtigen demnach bei anderen Versammlungen wieder und nahmen deren Personalien auf. Die Informationen würden nun in die Ermittlungen des sächsischen Landeskriminalamtes einfließen. Gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft werde „eine rasche Bearbeitung der Verfahren“ angestrebt.

In dem Posting heißt es, dass in zwei Fällen bereits ein beschleunigtes Verfahren beim Amtsgericht Chemnitz beantragt worden sei. In weiteren Fällen würde dieser Verfahrensweg geprüft.

Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes kam es in der vergangenen Woche zu zahlreichen Ausschreitungen. Mehrere Tausend Rechte und Rechtsextreme demonstrierten an den Tagen nach der tödlichen Messerattacke. (nqq)

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