Gesundheitsminister

Kassen sollen Konservieren der Eizellen Krebskranker zahlen

Vielen jungen Krebspatienten droht Unfruchtbarkeit. Das Einfrieren von Ei- oder Samenzellen ist teuer. Minister Spahn will neue Regeln.

Gesundheitsminister Jens Spahn will Krebspatienten das Konservieren von Ei- und Samenzellen erleichtern.

Gesundheitsminister Jens Spahn will Krebspatienten das Konservieren von Ei- und Samenzellen erleichtern.

Foto: Michele Tantussi / Getty Images

Berlin.  Die Krankenkassen sollen nach den Vorstellungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn künftig das Konservieren von Ei- und Samenzellen junger krebskranker Menschen bezahlen. „Junge Erwachsene mit Krebs brauchen unsere volle Unterstützung“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung.

„Vielen droht, dass sie infolge der Behandlung nie Kinder bekommen können.“ Deshalb solle in Zukunft die Kasse in solchen Fällen die Kosten des Konservierens von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen übernehmen.

Vielen Krebspatienten droht die Unfruchtbarkeit

Rund 15.000 junge Menschen zwischen 18 und 39 Jahren erkranken in Deutschland dem Bericht zufolge jährlich an Krebs. Vielen drohe durch die Tumore oder die Therapie die Unfruchtbarkeit.

Wer vor der Therapie Eierstockgewebe, Eizellen oder Samen einfrieren lässt, bewahrt sich die Chance, nach der Erkrankung Kinder zu bekommen. Bisher müssen laut „Bild“ die Patienten die Kosten von 500 Euro für Männer und 4300 Euro für Frauen selbst aufbringen. (dpa)