Bundestagsabgeordneter

SPD-Politiker Diaby verteidigt geplantes Heimatministerium

Karamba Diaby (51, SPD) aus Halle an der Saale ist seit 2013 Mitglied des Bundestages (Archivbild).

Karamba Diaby (51, SPD) aus Halle an der Saale ist seit 2013 Mitglied des Bundestages (Archivbild).

Foto: imago stock&people / imago/Christian Ditsch

Union und SPD wollen das Innenministerium um den Bereich Heimat erweitern. SPD-Mann Diaby erklärt, wie er den Begriff Heimat versteht.

Köln.  Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby hat die geplante Erweiterung des Bundesinnenministeriums um die Zuständigkeit für Heimat verteidigt. Der Koalitionsvertrag definiere die Heimat als jenen Ort, an dem die Menschen lebten, sagte der im Senegal geborene Diaby am Sonntag im Deutschlandfunk. Es gehe also vor allem um die Kommunen und darum, dass das Leben auch in strukturschwachen Regionen lebenswert bleibe. Das Thema Heimat dürfe man nur nicht den Rechtspopulisten überlassen.

„Kommunen sind die Heimat der Menschen und das Fundament des Staates“ stehe im Koalitionsvertrag, sagte Diaby: „Und das muss jetzt mit Inhalten gefüllt werden.“ Die Abwanderung junger Menschen aus strukturschwachen ländlichen Gebieten beispielsweise könne verhindert werden, indem man die Attraktivität dieser Orte durch Innovationen steigere.

Diaby fordert inklusiven Heimatbegriff

Diaby sprach sich für einen Heimatbegriff aus, „der inklusiv ist“. In der heutigen pluralen und inklusiven Gesellschaft in Deutschland würden Respekt, Toleranz und Teilhabe gefordert. „Das ist es, was ich mit dem Begriff Heimat verbinde“, so der SPD-Politiker. Die Mehrheit der Deutschen sei weltoffen und solidarisch.

Karamba Diaby, der 1961 im Senegal geboren ist, wurde 2013 als erster Schwarzafrikaner in den Bundestag gewählt. Der promovierte Geoökologe lebt in Halle an der Saale, wo auch sein Wahlkreis ist. (epd)

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