Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) provoziert mit einer weiteren Aktion gegen den thüringischen AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke. Für seine neue Aktion hat das ZPS nach eigenen Angaben die DNA des Politikers in einem Labor auswerten lassen. Das sagte der Leiter der Gruppe, Philipp Ruch, unserer Redaktion.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Björn Höcke geriert sich als Abstammungsdeutscher“, sagte Philipp Ruch, „und nimmt für sich deshalb in Anspruch, für die Deutschen sprechen zu dürfen.“ So begründet er, warum die Gruppe beschloss, die Abstammung von Björn Höcke überprüfen zu lassen. Woher sie das Genmaterial haben, wollen die Aktionskünstler nicht sagen. ZPS-Sprecher Justus Lenz: „Mit Hilfe von genetischem Material, dessen Herkunft das ZPS lieber nicht offenlegen möchte, gelang es unserem österreichischen Büro, Höckes DNA zu entschlüsseln.“

Nach eigenen Angaben Müll durchsucht

Auf dem Nachbargrundstück von Björn Höckes Anwesen hat das Zentrum für Politische Schönheit Betonstelen aufgestellt.
Auf dem Nachbargrundstück von Björn Höckes Anwesen hat das Zentrum für Politische Schönheit Betonstelen aufgestellt. © REUTERS | KAI PFAFFENBACH

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Mit der bundesweit aufsehenerregenden in dessen Heimatort Bornhagen wollten die Aktionskünstler auf dessen Relativierung des Nationalsozialismus hinweisen. Höcke hatte das Berliner Holocaust-Mahnmal vor einem Jahr als „Denkmal der Schande“ bezeichnet.

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Für die Errichtung des Mahnmals in Bornhagen hatte sich die Gruppe über die vergangenen Monate im Nachbarhaus einquartiert und den Politiker überwacht. Dabei haben sie nach eigener Aussage auch seinen Müll untersucht. Damit haben die Künstler eine Kontroverse ausgelöst, wie weit Aktionskunst gehen darf. Björn Höcke sah sich in seiner Privatsphäre verletzt und . . Die Gruppe berichtet von Drohungen und einem Angriff mit zerstochenen Reifen.

Test ohne Einverständnis ist Ordnungswidrigkeit

Privat kann jeder einen DNA-Test durchführen, um seine genetische Herkunft herauszufinden. Doch die Ergebnisse gelten als ungenau und manche Wissenschaftler halten die häufig kostspieligen Tests für nicht sehr aussagekräftig und unseriös. Ein DNA-Test ohne Einwilligung ist im Zusammenhang mit einer unklaren Vaterschaft seit 2012 eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldstrafen geahndet wird.