Die Neuwahl in Niedersachsen wurde erst nötig, weil die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten Anfang August zu den Christdemokraten gewechselt war. Die rot-grüne Regierungskoalition im Landtag von Hannover verlor damit ihre hauchdünne Mehrheit von einer Stimme.
Am Sonntagabend, als die Ergebnisse der Wahl eintrudelten, fragte ZDF-Reporter Wulf Schmiese Twesten, warum die Union die bittere Niederlage denn einstecken musste. „Die Wiese war doch praktisch schon gemäht“, so Schmiese. Nun ja, Twesten hatte dazu nicht viel beizusteuern. Doch der ZDF-Mann war noch nicht fertig.
„Sie bleiben in der CDU, vermute ich“
„Sie werden dem nächsten Landtag nicht angehören, aber Sie bleiben in der CDU, vermute ich“, stichelte Schmiese – und spielte mit der Bemerkung auf ihren Wechsel von Grün zu Schwarz an. Twesten wandte sich darauf wortlos ab.
Auch bei Twitter arbeiteten sich die Nutzer am Wahlabend an Elke Twesten ab. Das klang dann beispielsweise so:
Man möchte heute Abend auch nicht in der Haut von Elke Twesten stecken #niedersachsenwahl
— Florian Gathmann (@FlorianGathmann) 15. Oktober 2017
#Twesten Eine Frage, die sich bei ihrem Charakter aufdrängt:"Sie bleiben in der CDU, vermute ich" https://t.co/BhT40VpNN3 via @SPIEGELONLINE
— Bernhard Bindedraht (@BindedrahtBernd) 15. Oktober 2017
#CDU verpasst Wahlziel! Wechselt Frau #Twesten jetzt zur #SPD?
— Hubert Barucha (@Hub3rtB) 15. Oktober 2017
Ob Elke Twesten jetzt noch bei der CDU+dem selbsternannten Wahlsieger #Althusmann bleibt...?
— Die Goldenen (@SpielkindSOS) 15. Oktober 2017
Ab zu den Linken, Raus aus dem Landtag! #Weil
Übrigens: Der „Spiegel“ will erfahren haben, dass sich Elke Twesten nun aus der Politik zurückziehen will. Demnach hat sich die Ex-Abgeordnete an der privaten Fachhochschule Buxtehude eingeschrieben, um „Führungskompetenz“ zu studieren. (W.B.)


