Rechtsextremismus

Polizei stellt Waffen von Hamburger Reichsbürger sicher

Reichsbürger zweifeln die Existenz der Bundesrepublik als souveränen Staat an. Einer von ihnen bekam jetzt Besuch von der Polizei.

Darum sind die Reichsbürger gefährlich

Die so genannte Reichsbürger-Bewegung umfasst mehrere Strömungen: von Verschwörungstheoretikern bis zu gewaltbereiten Rechtsextremen. Ihnen allen gemein ist jedoch die Ablehnung der Bundesrepublik Deutschland als souveränem Staat.

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Hamburg.  Bei einem sogenannten Reichsbürger hat die Hamburger Polizei am Donnerstag Waffen beschlagnahmt. Aufgefallen sei der 48-Jährige durch eine E-Mail, in der er gedroht habe, sich nicht an bundesdeutsche Gesetze zu halten, teilte die Polizei am Freitag mit. Darüber hinaus habe der Mann seinen Personalausweis zur Vernichtung zurückgeben wollen und die Existenz der Bundesrepublik angezweifelt.

Die Ermittler gingen von einer besonderen Gefahrenlage aus und ließen einen Durchsuchungsbefehl ausstellen. Mitarbeiter des Landeskriminalamts stellten daraufhin in der Wohnung des 48-jährigen Mannes und seiner Lebensgefährtin Waffen und Munition der beiden sicher.

Razzien bei sogenannten Reichsbürgern
Razzien bei sogenannten Reichsbürgern

„Haben achtsames Auge auf die Szene“

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sagte in einer Mitteilung: „Wir haben ein achtsames Auge auf diese Szene. Wir werden auch zukünftig alle Maßnahmen konsequent ausschöpfen“.

Unter dem Begriff der Reichsbürger versammeln sich Gruppierungen, die die Existenz der Bundesrepublik als legitimen und souveränen Staat ablehnen. Reichsbürger sind der Meinung, dass das Deutsche Reich weiterbestehe – je nach Ideologie das Deutsche Kaiserreich oder jenes von Adolf Hitler. (dpa/aba)

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