Drogenpolitik

CDU blamiert sich mit Postkarte gegen Cannabiskonsum

So sieht Cannabis eigentlich aus. Das Grünzeug auf einer CDU-Postkarte hat hingegen erstaunliche Ähnlichkeit mit Salbei.

So sieht Cannabis eigentlich aus. Das Grünzeug auf einer CDU-Postkarte hat hingegen erstaunliche Ähnlichkeit mit Salbei.

Foto: imago stock&people / imago/blickwinkel

Die CDU wollte vor liberaler Drogenpolitik warnen. Doch auf einer Postkarte bildet sie kein Hanf ab, sondern eine harmlose Pflanze.

Berlin.  Die CDU hat sich mit einer Berliner Postkarte gegen Cannabiskonsum blamiert. Auf der Karte soll eigentlich ein Cannabis-Deal zu sehen sein. Die Hände des Dealers und seines Kunden sind auf dem Poster abgebildet: Der eine hält zwei 50-Euro-Scheine in der Hand, der andere eine kleine Tüte mit getrockneten Blättern darin. Aber Moment mal: Das da in der Plastiktüte ist doch nicht Cannabis!

Statt der Droge könnten Salbeiblätter hineingepackt worden sein, mutmaßt der Berliner Linken-Politiker Niklas Schrader, der die Postkarten im Abgeordnetenhaus entdeckt hat.

Im Netz schlug der CDU daraufhin viel Häme entgegen. Als Vorschläge für den Inhalt des Tütchens ganz weit vorne: Bandnudeln, Schnürsenkel, getrockneter Krötenschleim oder Misteln. Jedenfalls: kein Cannabis.

Und nicht nur der Inhalt des Tütchens wirft Fragen auf. Bizarr ist auch der Preis: Der Kunde bezahlt für ein paar Gramm Salbei mehr als 100 Euro. Selbst wenn es sich tatsächlich um Marihuana im Beutelchen handeln würde, wäre der Preis arg hochgegriffen. „Da hat sich die CDU Berlin aber ziemlich über den Tisch ziehen lassen“, so Schrader.

(leve)

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