- Die Anti-Drogen-Kampagne der CDU scheint nicht so ganz gelungen
- Auf einer Postkarte gegen Cannabiskonsum bildet sie nicht etwa Hanf ab – sondern eine ganz harmlose Pflanze
Die CDU hat sich mit einer Berliner Postkarte gegen Cannabiskonsum blamiert. Auf der Karte soll eigentlich ein Cannabis-Deal zu sehen sein. Die Hände des Dealers und seines Kunden sind auf dem Poster abgebildet: Der eine hält zwei 50-Euro-Scheine in der Hand, der andere eine kleine Tüte mit getrockneten Blättern darin. Aber Moment mal: Das da in der Plastiktüte ist doch nicht Cannabis!
Statt der Droge könnten Salbeiblätter hineingepackt worden sein, mutmaßt der Berliner Linken-Politiker Niklas Schrader, der die Postkarten im Abgeordnetenhaus entdeckt hat.
Wovor warnt uns die #CDU da? Vor getrocknetem Salbei? pic.twitter.com/PLnyIcc4N6
— Niklas Schrader (@nikschrader) 29. August 2017
Im Netz schlug der CDU daraufhin viel Häme entgegen. Als Vorschläge für den Inhalt des Tütchens ganz weit vorne: Bandnudeln, Schnürsenkel, getrockneter Krötenschleim oder Misteln. Jedenfalls: kein Cannabis.
Und nicht nur der Inhalt des Tütchens wirft Fragen auf. Bizarr ist auch der Preis: Der Kunde bezahlt für ein paar Gramm Salbei mehr als 100 Euro. Selbst wenn es sich tatsächlich um Marihuana im Beutelchen handeln würde, wäre der Preis arg hochgegriffen. „Da hat sich die CDU Berlin aber ziemlich über den Tisch ziehen lassen“, so Schrader.
Verbraucherhinweis: Bitte lassen Sie sich nicht von falscher @CDUBerlin_AGH-Werbung irreführen. Bitte rauchen Sie keinen Salbei! https://t.co/wc5Q94OQeQ
— Dirk Behrendt (@Dirk_Behrendt) 29. August 2017
Über 100 Euro für son kleines Tütchen. Da hat sich die CDU Berlin aber ziemlich über den Tisch ziehen lassen.
— Niklas Schrader (@nikschrader) 29. August 2017
(leve)


