In der großen Koalition verschärft sich der Streit um die Zukunft der Rente. Die neue Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) wirft CDU und CSU vor, sie wollten sich bei dem Thema „wegducken“. Das sei „unfassbar“, sagte Barley dieser Redaktion. Die Menschen hätten ein Recht darauf zu erfahren, wie Politik die Rente gestalten wolle.

Die SPD hatte am Mittwoch ein Rentenkonzept vorgelegt, mit dem ein weiteres Absinken des Rentenniveaus bis 2030 verhindert werden soll. Der Plan, der auch milliardenschwere Steuerzuschüsse vorsieht, war auf scharfe Kritik aus der Union gestoßen.

Barley: Union muss Position beziehen

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hatte zugleich erklärt, die Union werde den SPD-Plänen im Wahlkampf kein eigenes, detailliertes Konzept entgegensetzen. Barley betonte, die Union werde irgendwann Position beziehen müssen – auch zu Forderungen aus ihren Reihen, das Renteneintrittsalter deutlich zu erhöhen.

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    Die Familienministerin erklärte, junge Menschen betreffe das Thema dreifach als Beitragszahler, spätere Rentner und als Angehörige. Es sei wichtig, einen neuen Generationenvertrag zu schließen, wie es die SPD vorschlage.