Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) empfiehlt seiner Partei, mit einer deutlichen Koalitionsaussage in die kommenden Landtagswahlen und die Bundestagswahl zu gehen. Er befürwortet Ampel-Bündnisse mit der FDP und den Grünen.

„Mein Rat ist, deutlich zu machen: Wir können uns eine Koalition mit einer erneuerten FDP und mit den Grünen vorstellen“, sagte Schröder dem „Münchner Merkur“ (Mittwoch). In Schleswig-Holstein, wo die SPD bei der Wahl am Sonntag klar hinter der CDU landete, könnten sich die Sozialdemokraten rechnerisch mit einer Ampel an der Macht halten. Die FDP favorisiert aber eine Jamaika-Koalition mit CDU und Grünen.

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      Von der Linkspartei hält Schröder bekanntlich nichts. Die SPD dürfe sich im Bund nicht einseitig auf Rot-Rot-Grün festlegen: „Eine Partei, die wie die Linke europaskeptisch ist und aus der Nato austreten will, ist nicht koalitionsfähig.“

      Schröder sieht den Kanzlerkandidaten Martin Schulz trotz sinkender bundesweiter SPD-Umfragen und trotz der Niederlagen im Saarland und Schleswig-Holstein nicht als geschwächt. Er erlebe keine Abgesänge: „Es ist für ihn eher die Rückkehr zur Mühsal der Ebene.“ (dpa)