Zum Artikel: „Bodenpersonal legt Flughäfen lahm“ vom 10. März
Auch wenn ich Streiks häufig nicht mag,
diesen kann ich nur befürworten. Der
Lohn für diese Schufterei an den völlig
überlasteten Flughäfen ist einfach zu niedrig und muss erhöht werden. Bei diesen Stundenlöhnen in Prozenten zu rechnen, geht völlig am Thema vorbei und stellt die geforderte Lohnerhöhung auch falsch dar. Wenn Piloten ihre Gehaltserhöhung in Prozenten darstellen, ist das eine richtig große Summe und nicht ein Euro die Stunde. Aber auch dieser Forderung wurde nachgegeben. Zusätzlich kommen mir auch die immensen Summen, Hunderte von Millionen Euro, in den Sinn, die durch die Verzögerung vom BER verursacht werden. Hier sind die Leidtragenden auch die jetzt Streikenden. Aber das scheint die wenigsten zu interessieren. Wenn Flughäfen ihre Gebühren erhöhen, wird letztendlich auch gezahlt. Also nicht so viel Gezeter um diese gerechtfertigte Lohnerhöhung.
Lothar Otterstätter, Mariendorf
Innerhalb von nur vier Monaten leide ich nun schon zum zweiten Mal unter den Streiks an Berliner Flughäfen. Im Oktober letzten Jahres musste ich dringend zur Beerdigung meines Vaters nach Moskau fliegen, als mein Flug gestrichen wurde. Ich verlor ungefähr 200 Euro und 7 Stunden Zeit. Andere noch mehr. Dieses Mal wird meine Urlaubsreise gestrichen. Es ist gar nicht so schlimm wie damals, aber trotzdem verliere ich Buchungskosten fürs Hotel, Nerven und Zeit. Wieder steigt in mir die Frage an die Gewerkschaft auf: Warum denken Sie nicht an die anderen, wenn Sie für die Beschäftigten kämpfen? Warum sollen die unschuldigen Menschen unter Ihrem Streit mit dem Arbeitgeber leiden? Ich glaube, vor dem Streik muss man sich gründlich überlegen, welche Konsequenzen er für die anderen Menschen hat. Die gestrichenen Flüge betreffen nicht nur Tausende Passagiere in Berlin, sondern auch mehrere an anderen Flughäfen. Es gibt Berufe und Situationen, wo es besser ist, statt des Streiks andere Wege zu finden, um den Unschuldigen und Unbeteiligten nicht zu schaden. Was, wenn die Notdienste übermorgen streiken werden?
Ivan Mitchenko, per E-Mail
Die Motivation der Beamtenist auf Null
Zum Artikel: „Richter weisen Klage auf höhere Besoldung ab“ vom 4. März
Es ändert sich nichts, die Berliner Beamten sind das Letzte. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wird erst zum 1.8.2017 übernommen. Die Motivation der Beamten ist auf Null. Die schlauen Köpfe bewerben sich nicht mehr bei der Berliner Polizei. Das Level sinkt immer weiter. Ich bin schon drei Jahre in Pension, mein Blutdruck steigt bei diesem Thema immer noch. Diese Probleme betreffen auch Feuerwehr, Justiz, Ordnungsämter. Danke Politik für die Wertschätzung.
Klaus-Dieter Colmsee, per E-Mail
Preiswerter Wohnraum ist in Berlin kaum noch zu finden
Zum Artikel: „Deutsche Wohnen kauft 3900 Wohnungen in Berlin“ vom 7. März
Immer wieder erklärtes Ziel des Senats ist die Schaffung preiswerten Wohnraums, der in Berlin nach jahrelangem Versagen der Politik kaum noch zu finden ist. Was von diesen Erklärungen zu halten ist, zeigt ein kleiner Artikel, wonach die Deutsche Wohnen weitere 4200 Wohn- und Gewerbeeinheiten kauft und ihren Besitz dann auf 114.000 Wohneinheiten in Berlin erhöht. Die Deutsche Wohnen ist ein ausschließlich profitorientierter Konzern. Man kann sich ausrechnen, wie es den Mietern und Gewerbetreibenden in den nun zur Deutsche Wohnen gehörenden Objekten ergeht. Dieser Senat tut, ebenso wie seine Vorgänger, nichts für seine Bürger.
Michael Koch, per E-Mail

