Hotelkette

Nach Parteitag will Maritim die AfD nicht mehr als Gast

Kehrtwende bei den Maritim Hotels: Nach diversen Veranstaltungen in Häusern der Kette soll sich die AfD nicht mehr einmieten dürfen.

Das Kölner Hotel Maritim ist am 22. und 23. April Schauplatz des Bundesparteitags der AfD.

Das Kölner Hotel Maritim ist am 22. und 23. April Schauplatz des Bundesparteitags der AfD.

Foto: imago stock&people / imago/Future Image

Bad Salzuflen.  Die Maritim-Hotelkette will der AfD künftig keine Tagungsräume mehr zur Verfügung stellen. Die massiven Proteste gegen den bevorstehenden Bundesparteitag der rechtspopulistischen Partei im Kölner Maritim Hotel hätten das Unternehmen veranlasst, „sich deutlich von der aktuellen politischen Ausrichtung und Gesinnung der AfD zu distanzieren“, teilte die Hotelkette in einer Stellungnahme am Dienstag mit. „Deshalb werden die Maritim Hotels gegenwärtig keine weiteren Räumlichkeiten an die AfD vergeben.“

AfD kostenfreien Ausstieg angeboten

Noch am Montag hatte die Hotelkette nicht von ihrer Haltung abrücken wollen, Tagungsräume auch für Veranstaltungen der AfD zur Verfügung zu stellen. Der Parteitag wird wohl im Kölner Maritim stattfinden. Die Hotelkette habe der AfD angeboten, kostenfrei aus dem Vertrag zurückzutreten, sagte Geschäftsführer Gerd Prochaska laut Mitteilung. Davon sei „bedauerlicherweise“ kein Gebrauch gemacht worden. „Nach eingehender juristischer Prüfung ist ein Zurücktreten seitens Maritim leider nicht möglich“, erklärte Prochaska.

Maritim hatte dem umstrittenen Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke zuvor ein Hausverbot für alle ihre Hotels erteilt – und damit auch für den Bundesparteitag in Köln. In den vergangenen Wochen hatten Bündnisse, Prominente und Karnevalsstars Protest gegen den Parteitag im Kölner Maritim angemeldet. Von anderer Seite gab es nach Angaben des Betriebsrats sogar eine Todesdrohung gegen Mitarbeiter. (dpa)

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