Proteste

Schüsse bei Demonstration gegen Donald Trump in Portland

In Portland ist bei Protesten offenbar ein Mann angeschossen worden. Seit drei Tagen demonstrieren landesweit Tausende gegen Trump.

Die Polizei geht mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

Die Polizei geht mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

Foto: STRINGER / REUTERS

Milwaukee.  Bei einer Anti-Trump-Demonstration in Portland ist eine Person angeschossen worden. Die Polizei rief die Demonstranten auf, das Gebiet im Zentrum der Stadt im Bundesstaat Oregon an der Westküste der USA zu verlassen. Zudem sucht die Polizei Zeugen des Vorfalls. Die Zeitung „The Oregonian“ bloggt live über die Demonstrationen.

In einer ersten Stellungnahme, die die Polizei auf Twitter veröffentlichte, hieß es, auf der Morrison Bridge sei es zu einer Konfrontation zwischen einem Demonstranten und einem Unbekannten in einem Auto gekommen. Dieser sei dann ausgestiegen und habe auf den Demonstrant geschossen. Die Polizei fahndet nach dem Mann.

Demonstrationen unter dem Motto #NotMyPresident

Polizeibeamte waren zuvor mit Pfefferspray und Blendgranaten gegen die Demonstranten vorgegangen. Diese demonstrieren den dritten Abend in Folge unter dem Motto „Not My President“ gegen den am Mittwoch gewählten US-Präsidenten Donald Trump. Portland gilt als liberale und linke Stadt.

Wie ein Sprecher des US-Bundesstaates Oregon mitteilte, wurden aus den Reihen der Trump-Gegner brennende Projektile auf Polizisten geschleudert. Die Kundgebung hatte zunächst friedlich begonnen, war dann aber in Gewalt umgeschlagen.

Gewaltsame Ausschreitungen im ganzen Land

Die Demonstranten blockierten Straßen und warfen offenbar mit Gegenständen nach Polizisten. Am Donnerstag wurden mindestens 26 Personen festgenommen, nachdem Fensterscheiben eingeworfen und Autos beschädigt worden waren. Landesweit gab es Demonstrationen von Befürwortern und Gegnern Trumps. In Los Angeles wurden 185 Menschen festgenommen.

Bereits die dritte Nacht in Folge demonstrierten Tausende landesweit gegen die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Es treibt sie die Sorge um, dass Trump die Bürgerrechte beschneiden könnte. Der 70-Jährige hat nicht zuletzt mit rassistischen Äußerungen polarisiert. Trotz versöhnlicherer Töne seit seinem Sieg ist das Land tief gespalten. (rtr/aba)