Terror

Vier US-Amerikaner sterben bei Anschlag in Afghanistan

Vier Amerikaner sind bei einem Selbstmordanschlag auf dem US-Stützpunkt Bagram getötet worden. Die Taliban bekannten sich zu der Tat.

Sicherheitsbeamte der afghanischen Armee bewachen nach der Explosion den US-Stützpunkt in Bagram.

Sicherheitsbeamte der afghanischen Armee bewachen nach der Explosion den US-Stützpunkt in Bagram.

Foto: OMAR SOBHANI / REUTERS

Kabul.  Zwei Tage nach dem Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif kamen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan bei einer Explosion vier Menschen ums Leben. Bei den Getöteten handelt es sich um US-Soldaten und zwei amerikanische Vertragsarbeiter, wie das Pentagon mitteilte. Insgesamt 17 Menschen seien verletzt worden, 16 davon US-Uniformierte und ein polnischer Soldat, teilte Pentagonchef Ashton Carter mit.

Auf Twitter bekannten sich die radikal-islamischen Taliban zu der Explosion. Ein Sprecher der Islamisten, Sabihullah Mudschahid, erklärte, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt.

10.000 US-Soldaten in Afghanistan

Carter betonte, dass der Schutz der Streitkräfte stets Priorität sei. Die Tragödie werde mit Blick auf mögliche Verbesserungen untersucht. „Meine Botschaft an jene, die diese Attacke verübt haben, ist einfach“, fuhr Carter fort. „Wir werden uns nicht von unserer Mission abschrecken lassen, unser Heimatland zu schützen und Afghanistan bei der Sicherung seiner eigenen Zukunft zu helfen.“

Bagram ist der größte Stützpunkt der US-Truppen in Afghanistan. Dort befindet sich auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Afghanistan. Gegenwärtig sind noch knapp 10.000 US-Soldaten im Land.

Taliban griffen zuvor deutsches Generalkonsulat an

Erst am Donnerstagabend hatten Taliban das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans angegriffen. Dabei starben mindestens 4 Menschen, weitere 128 wurden verletzt.

Als Grund für ihren Angriff führten die Taliban später deutsche Unterstützung für einen US-Luftangriff in der Provinz Kundus an, bei dem Anfang November auch rund 30 Zivilisten getötet worden waren. (dpa)