Richtig happy sieht Barack Obama nicht aus. Und auch Donald Trump, der ständig mit den Händen ein Raute à la Merkel formt, wirkte gestern Mittag angespannt. Es ist die erste Begegnung der beiden Männer auf besonderem Terrain.

Der amtierende Präsident Amerikas empfängt im Weißen Haus seinen designierten Nachfolger. Samt Gattin Melania. Übergangsgespräche führen. Den Wechsel einleiten. So geräuscharm wie möglich. Ein demokratisches Ritual. In schwerer Zeit.

Draußen im Land erhebt sich gerade eine Protestwelle gegen die Wahl des New Yorker Milliardärs. Verwundet fühlen sich viele Amerikaner durch den brutalen Wahlkampf, den Trump geführt hat. In der Nacht gab es Demonstrationen und Festnahmen. Obama weiß das. Seine Worte sollen, sie müssen die Wogen glätten.

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Trump bedankt sich bei Obama

Die Pressevertreter waren interessiert an der Begegnung.
Die Pressevertreter waren interessiert an der Begegnung. © REUTERS | KEVIN LAMARQUE

„Ich werde alles tun, damit Sie Erfolg haben“, sagt der (Noch-)Hausherr im Armsessel dem nur zwei Meter entfernt sitzenden Geschäftsmann, „denn wenn Sie erfolgreich sind, dann ist es auch unser Land.“ Eigentlich war der Termin nur auf 15 Minuten angesetzt. Obama gibt keine Details preis. Nur so viel: „Es war ein exzellentes Gespräch.“

Trump nickt, spricht von einer „großen Ehre“, und gibt die Blumen zurück. „Wir haben fast 90 Minuten gesprochen“, sagt der Unternehmer, „über wundervolle Sachen und über schwierige. Und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es noch länger dauern können“.

Trump, ein seltener Moment, macht sich klein, spricht von „tollen Dingen“, die unter Obama erreicht worden seien und bekundet Lernwillen. „Ich werde wieder Ihren Rat suchen und sehe weiteren Gesprächen in der Zukunft entgegen.“ Von Konflikten – Trump machte Obama im Wahlkampf regelmäßig nieder, Obama nannte Trump im Gegenzug regierungsunfähig – nicht die Spur. Das Signal: Wir wollen es nicht noch schwerer machen. Wir müssen den Wechsel schaffen.

Menschen protestieren gegen Trump

Donald Trump wurde vor dem Weißen Haus von Schaulustigen erwartet.
Donald Trump wurde vor dem Weißen Haus von Schaulustigen erwartet.© REUTERS | CARLOS BARRIA

Ob’s hilft? Wenige hundert Meter entfernt, vor dem neuen Trump-Luxus-Hotel in Washington, steht Jim Bremmer. Der 43-jährige Bauarbeiter gehört zu mehreren Demonstranten, die sich mit Trumps Wahl nicht abfinden wollen. „Klar hat er fair gewonnen“, sagt Jim Bremmer, „aber er ist immer noch ein Spalter und Brunnenvergifter.“ Bremmer ist kein Einzelfall.

Ob in New York, Atlanta, Dallas, Portland, Kansas City, Los Angeles, Oakland, Chicago, Philadelphia, Pittsburgh, Seattle oder Baltimore – überall gingen am Mittwoch und Donnerstag Frauen, Männer, junge Leute, alte Leute, Lesben, Schwule, Latinos, Muslim und Asiaten auf die Straße, um ihrem Unmut über die Wahlniederlage Hillary Clintons Luft zu verschaffen.

Vereinzelt wurden Puppen, die den New Yorker Unternehmer darstellen, verbrannt. In einigen Städten legten Protestler Feuer, blockierten Autobahnen oder unterbrachen mit Sitzstreiks den Nahverkehr. Die Polizei setzte Tränengas ein. Dutzende Menschen wurden vorübergehend festgenommen. Viele Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie „Nicht mein Präsident“, „Liebe schlägt Hass“ oder „Trump, hau ab“. Sie fürchten sich vor dem Amerika, das der Milliardär im Wahlkampf angekündigt hat.

Angespannte Atmosphäre

„Was geschieht jetzt mit meinen Eltern?“, fragte in Los Angeles die Latina Rosario Diaz (20). Sie ist in den USA geboren. Ihre Eltern kamen vor 25 Jahren aus Mexiko illegal nach Kalifornien. Trump hat seinen Anhängern immer wieder versprochen, Millionen Illegale abzuschieben, wenn er ins Amt kommt. Diaz: „Unser gesamtes Leben hängt auf einmal in der Luft.“

Donald Trump – sein Leben in Bildern

Nachfahre deutscher Einwanderer, schwieriges Kind, Immobilienunternehmer und bis 2020 US-Präsident: Das ist Donald J. Trump. Bilder aus dem Leben des 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Nachfahre deutscher Einwanderer, schwieriges Kind, Immobilienunternehmer und bis 2020 US-Präsident: Das ist Donald J. Trump. Bilder aus dem Leben des 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.© REUTERS | LEAH MILLIS
Am 20. Januar 2017 legte er im Alter 70 Jahren den Amtseid vor dem Kapitol in Washington ab. Ehefrau Melania hielt die Bibel, daneben steht der gemeinsame Sohn Barron.
Am 20. Januar 2017 legte er im Alter 70 Jahren den Amtseid vor dem Kapitol in Washington ab. Ehefrau Melania hielt die Bibel, daneben steht der gemeinsame Sohn Barron.© dpa | Matt Rourke
Im ersten Jahr seiner Amtszeit hat es viel Wirbel um Präsident Trump gegeben: Ein Sonderermittler untersucht die Verbindungen des Trump-Teams zu russischen Offiziellen während des Wahlkampfs, verschiedene hochrangige Mitarbeiter traten zurück oder wurden gefeuert. Kurz vor seiner ersten Rede zur Lage der Nation im Januar 2018 veröffentlichten Medien ein Interview mit einer Porno-Darstellerin, die vor Jahren von einer Affäre mit Donald Trump berichtet hatte. Sie soll Berichten zufolge kurz vor der Wahl  130.000 Dollar Schweigegeld bekommen haben.
Im ersten Jahr seiner Amtszeit hat es viel Wirbel um Präsident Trump gegeben: Ein Sonderermittler untersucht die Verbindungen des Trump-Teams zu russischen Offiziellen während des Wahlkampfs, verschiedene hochrangige Mitarbeiter traten zurück oder wurden gefeuert. Kurz vor seiner ersten Rede zur Lage der Nation im Januar 2018 veröffentlichten Medien ein Interview mit einer Porno-Darstellerin, die vor Jahren von einer Affäre mit Donald Trump berichtet hatte. Sie soll Berichten zufolge kurz vor der Wahl 130.000 Dollar Schweigegeld bekommen haben. © REUTERS | JONATHAN ERNST
Als Politiker, als Unternehmer, als Mensch – Donald Trump ist speziell. Er stieg mit einem Versprechen in den US-Wahlkampf 2016 ein: Er wollte es anders machen als alle anderen. Er wollte der Anti-Politiker sein. Am 9. November 2016 wurde er es - als der Republikaner die US-Präsidentschaftswahl gegen die demokratische Kontrahentin Hillary Clinton gewann.
Als Politiker, als Unternehmer, als Mensch – Donald Trump ist speziell. Er stieg mit einem Versprechen in den US-Wahlkampf 2016 ein: Er wollte es anders machen als alle anderen. Er wollte der Anti-Politiker sein. Am 9. November 2016 wurde er es - als der Republikaner die US-Präsidentschaftswahl gegen die demokratische Kontrahentin Hillary Clinton gewann.© REUTERS | MIKE SEGAR
Viele seiner politischen Vorhaben hat Präsident Trump noch nicht umsetzen können. Das Zurückdrehen der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama ist mehrfach gescheitert, der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko ist noch in weiter Ferne, beim Einreise-Bann für Menschen aus verschiedenen, mehrheitlich muslimischen Ländern stößt immer wieder auf juristische Probleme. Der bislang größte Erfolg: Trumps Steuerreform - es ist die größte seit Jahrzehnten.
Viele seiner politischen Vorhaben hat Präsident Trump noch nicht umsetzen können. Das Zurückdrehen der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama ist mehrfach gescheitert, der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko ist noch in weiter Ferne, beim Einreise-Bann für Menschen aus verschiedenen, mehrheitlich muslimischen Ländern stößt immer wieder auf juristische Probleme. Der bislang größte Erfolg: Trumps Steuerreform - es ist die größte seit Jahrzehnten.© dpa | Evan Vucci
Geboren wurde Trump am 14. Juni 1946 in New York als viertes von fünf Kindern der Eheleute Frederick und Mary Trump. Donald war schon als Junge selbstbewusst und nicht leicht zu zähmen. So schickten ihn die Eltern mit 13 auf ein Internat, die New York Military Academy in Cornwall-on-Hudson.
Geboren wurde Trump am 14. Juni 1946 in New York als viertes von fünf Kindern der Eheleute Frederick und Mary Trump. Donald war schon als Junge selbstbewusst und nicht leicht zu zähmen. So schickten ihn die Eltern mit 13 auf ein Internat, die New York Military Academy in Cornwall-on-Hudson.© REUTERS | CHRIS KEANE
Dort glänzte er, studierte dann an der Fordham University und an der renommierten Wharton School der University of Pennsylvania und machte seinen Wirtschaftsabschluss.
Dort glänzte er, studierte dann an der Fordham University und an der renommierten Wharton School der University of Pennsylvania und machte seinen Wirtschaftsabschluss.© imago/UIG | imago stock&people
Vater Fred Trump, Sohn des 1885 aus dem pfälzischen Kallstadt in die USA eingewanderten Friedrich Trump, verdiente selber in der Baubranche Millionen. Donald stieg nach dem Studium in das Geschäft ein, das Großvater Friedrich und seine Frau Elizabeth gegründet hatten.
Vater Fred Trump, Sohn des 1885 aus dem pfälzischen Kallstadt in die USA eingewanderten Friedrich Trump, verdiente selber in der Baubranche Millionen. Donald stieg nach dem Studium in das Geschäft ein, das Großvater Friedrich und seine Frau Elizabeth gegründet hatten.© GettyImages | Thomas Lohnes
1974 wurde Donald Trump Präsident des Unternehmens, das er in Trump Organization umbenannte. Es folgten Investitionen in diverse Hotels, Casinos und Luxus-Apartment-Gebäude.
1974 wurde Donald Trump Präsident des Unternehmens, das er in Trump Organization umbenannte. Es folgten Investitionen in diverse Hotels, Casinos und Luxus-Apartment-Gebäude. © imago stock&people | imago stock&people
1983 ließ Trump den Trump Tower in Manhattan erbauen. Das Gebäude ist heute sowohl Hauptsitz von Trumps Unternehmen und war bis zum Umzug ins Weiße Haus auch Wohnsitz des Milliardärs. In dem 202 Meter hohen Wolkenkratzer lebten Trump, seine dritte Frau Melania und der gemeinsame Sohn Barron die obersten drei Etagen.
1983 ließ Trump den Trump Tower in Manhattan erbauen. Das Gebäude ist heute sowohl Hauptsitz von Trumps Unternehmen und war bis zum Umzug ins Weiße Haus auch Wohnsitz des Milliardärs. In dem 202 Meter hohen Wolkenkratzer lebten Trump, seine dritte Frau Melania und der gemeinsame Sohn Barron die obersten drei Etagen.© imago/Pacific Press Agency | imago stock&people
„The Donald“ – der Spitzname für das Alphatier mit der berühmten Föhnfrisur – hat es als Immobilienmogul und auch als TV-Reality-Star in „The Apprentice“ zum Multimilliardär gebracht. Aus der TV-Show „The Apprentice“ erwuchs später „The Celebrity Apprentice“.
„The Donald“ – der Spitzname für das Alphatier mit der berühmten Föhnfrisur – hat es als Immobilienmogul und auch als TV-Reality-Star in „The Apprentice“ zum Multimilliardär gebracht. Aus der TV-Show „The Apprentice“ erwuchs später „The Celebrity Apprentice“.© imago/ZUMA Press | imago stock&people
Zusätzlich reich machten Trump Rechte an Miss-Wahlen (Trump zeigt sich hier 2013 mit diversen Missen im Trump Tower in New York City).
Zusätzlich reich machten Trump Rechte an Miss-Wahlen (Trump zeigt sich hier 2013 mit diversen Missen im Trump Tower in New York City).© imago stock&people | imago stock&people
Trump war zwei Jahrzehnte lang Miteigner der Miss Universe Organization.
Trump war zwei Jahrzehnte lang Miteigner der Miss Universe Organization.© REUTERS | © Steve Marcus / Reuters
Auch mit Spielbanken und anderen Freizeitgeschäften, vor allem in Atlantic City, versuchte Trump, Geld zu verdienen. 2009 zog er sich vollständig aus dem Casinogeschäft zurück, Lizenzen an seinem Namen verkaufte er in diesem Bereich aber weiterhin.
Auch mit Spielbanken und anderen Freizeitgeschäften, vor allem in Atlantic City, versuchte Trump, Geld zu verdienen. 2009 zog er sich vollständig aus dem Casinogeschäft zurück, Lizenzen an seinem Namen verkaufte er in diesem Bereich aber weiterhin.© REUTERS | © Adrees Latif / Reuters
Nicht immer lief alles glatt: In vier Fällen musste der Unternehmer Donald Trump Insolvenz anmeldenn - konnte jedoch jedes Mal umstrukturieren.
Nicht immer lief alles glatt: In vier Fällen musste der Unternehmer Donald Trump Insolvenz anmeldenn - konnte jedoch jedes Mal umstrukturieren.© imago/UPI Photo | imago stock&people
Zudem verdiente Trump Geld mit mehreren Biografien und Ratgebern sowie mit eigenen Möbel-, Gesellschaftsspiel-, Parfüm- und Modemarken.
Zudem verdiente Trump Geld mit mehreren Biografien und Ratgebern sowie mit eigenen Möbel-, Gesellschaftsspiel-, Parfüm- und Modemarken.© imago/ZUMA Press | imago stock&people
Das Magazin „Forbes“ schätzt Trumps Vermögen auf etwa vier Milliarden Dollar, er gab noch im Wahlkampf an, er besitze mehr als zehn Milliarden Dollar. Laut Teilen einer Steuererklärung Trumps, die die „New York Times“ veröffentlichte, gab Trump 1995 einen Verlust von knapp einer Milliarde Dollar an, was ihn für bis zu 18 Jahre von Steuern befreit hätte. Entgegen der Gepflogenheit amerikanischer Präsidentschaftskandidaten, ihre Steuererklärungen zugänglich zu machen, veröffentlichte Donald Trump freiwillig keine Dokumente.
Das Magazin „Forbes“ schätzt Trumps Vermögen auf etwa vier Milliarden Dollar, er gab noch im Wahlkampf an, er besitze mehr als zehn Milliarden Dollar. Laut Teilen einer Steuererklärung Trumps, die die „New York Times“ veröffentlichte, gab Trump 1995 einen Verlust von knapp einer Milliarde Dollar an, was ihn für bis zu 18 Jahre von Steuern befreit hätte. Entgegen der Gepflogenheit amerikanischer Präsidentschaftskandidaten, ihre Steuererklärungen zugänglich zu machen, veröffentlichte Donald Trump freiwillig keine Dokumente.© REUTERS | MIKE STONE
Trumps drei Ehen mit glamourösen Frauen und die bisher zwei Scheidungen sorgten für Schlagzeilen. 1977 heiratete er das tschechische Model Ivana Zelnickova – zumindest im New Yorker Wachsfigurenkabinett standen sie Seite an Seite, doch die Ehe wurde nach 13 Jahren geschieden.
Trumps drei Ehen mit glamourösen Frauen und die bisher zwei Scheidungen sorgten für Schlagzeilen. 1977 heiratete er das tschechische Model Ivana Zelnickova – zumindest im New Yorker Wachsfigurenkabinett standen sie Seite an Seite, doch die Ehe wurde nach 13 Jahren geschieden. © imago | Imago/ZUMA Press
Mit Ivana hat Trump drei Kinder. Ivanka (geboren 1981) modelte als Jugendliche einige Zeit, arbeitete nach ihrem Wirtschaftsstudium in einem Immobilien-Unternehmen und trat schließlich in den Konzern des Vaters ein. Außerdem vermarktete sie Mode und Schmuck unter ihrem Namen. Sie gilt als eine der engsten Vertrauten ihres Vaters und folgte ihm nach Washington, wo sie im Weißen Haus - wie ihr Mann Jared Kushner - einen Posten als Beraterin bekleidet. Ihre Brüder Donald junior und Eric leiten nach Angaben Donald Trumps während seiner Präsidentschaft den Trump-Konzern.
Mit Ivana hat Trump drei Kinder. Ivanka (geboren 1981) modelte als Jugendliche einige Zeit, arbeitete nach ihrem Wirtschaftsstudium in einem Immobilien-Unternehmen und trat schließlich in den Konzern des Vaters ein. Außerdem vermarktete sie Mode und Schmuck unter ihrem Namen. Sie gilt als eine der engsten Vertrauten ihres Vaters und folgte ihm nach Washington, wo sie im Weißen Haus - wie ihr Mann Jared Kushner - einen Posten als Beraterin bekleidet. Ihre Brüder Donald junior und Eric leiten nach Angaben Donald Trumps während seiner Präsidentschaft den Trump-Konzern. © imago/ZUMA Press | imago stock&people
Nach einer von spektakulären Kontroversen begleiteten Trennung und Scheidung von Ivana heiratete Trump 1993 erneut - die Schauspielerin Marla Maples. Mit ihr hatte er vorher eine lange Affäre.
Nach einer von spektakulären Kontroversen begleiteten Trennung und Scheidung von Ivana heiratete Trump 1993 erneut - die Schauspielerin Marla Maples. Mit ihr hatte er vorher eine lange Affäre.© GettyImages | Hulton Archive
Mit Marla Maples hat Trump die Tochter Tiffany.
Mit Marla Maples hat Trump die Tochter Tiffany.© imago | UPI Photo
1997 ging auch Trumps zweite Ehe in die Brüche.
1997 ging auch Trumps zweite Ehe in die Brüche.© imago/Levine-Roberts | imago stock&people
Ehefrau Nummer 3 wurde 2005 das slowenische Model Melania Knauss.
Ehefrau Nummer 3 wurde 2005 das slowenische Model Melania Knauss.© imago stock&people | imago stock&people
Mit dem gemeinsamen Sohn Barron begleitete Melania Donald Trump zur Enthüllung seines Sterns auf Hollywood Walk of Fame in Los Angeles.
Mit dem gemeinsamen Sohn Barron begleitete Melania Donald Trump zur Enthüllung seines Sterns auf Hollywood Walk of Fame in Los Angeles.© imago/UPI Photo | imago stock&people
Als Donald Trump Melania vor den Traualtar führte, gehörte auch Hillary Clinton zu den Gästen. Einst von Trump hochgelobt, auch noch als Außenministerin, hat er seit dem Wahlkampf nur Schlechtes über die Demokratin zu sagen, die erbittert um den Wahlsieg kämpfte. Auch sein Sieg am 8. November 2016 hat ihn nicht versöhnlicher gestimmt.
Als Donald Trump Melania vor den Traualtar führte, gehörte auch Hillary Clinton zu den Gästen. Einst von Trump hochgelobt, auch noch als Außenministerin, hat er seit dem Wahlkampf nur Schlechtes über die Demokratin zu sagen, die erbittert um den Wahlsieg kämpfte. Auch sein Sieg am 8. November 2016 hat ihn nicht versöhnlicher gestimmt.© REUTERS | JIM YOUNG
Donald Trump spielt gerne Golf. Weltweit betreibt die Trump Organization 18 Golfplätze, unter anderem in Puerto Rico, Dubai, Irland und – wie auf dem Foto – in Schottland. In seinen exklusiven Golf-Resorts in Florida, New Jersey und Virginia verbringt Trump auch seit seinem Amtsantritt viel Zeit. Seinen Vorgänger Barack Obama hatte Trump jahrelang immer wieder des zu häufigen Golfspielens bezichtigt und behauptet, er werde im Amt keine Zeit dafür haben.
Donald Trump spielt gerne Golf. Weltweit betreibt die Trump Organization 18 Golfplätze, unter anderem in Puerto Rico, Dubai, Irland und – wie auf dem Foto – in Schottland. In seinen exklusiven Golf-Resorts in Florida, New Jersey und Virginia verbringt Trump auch seit seinem Amtsantritt viel Zeit. Seinen Vorgänger Barack Obama hatte Trump jahrelang immer wieder des zu häufigen Golfspielens bezichtigt und behauptet, er werde im Amt keine Zeit dafür haben.© Getty Images | Ian MacNicol
2010 erhielt Trump die Ehrendoktorwürde der Robert Gordon University in Schottland. Diese wurde ihm aber nach seiner Forderung eines Einreisestopps für Muslime im Dezember 2015 wieder aberkannt.
2010 erhielt Trump die Ehrendoktorwürde der Robert Gordon University in Schottland. Diese wurde ihm aber nach seiner Forderung eines Einreisestopps für Muslime im Dezember 2015 wieder aberkannt.© Getty Images | Jeff J Mitchell
Donald Trump polarisiert seit Jahrzehnten. Auch als Präsident ist seine Persönlichkeit und sein Verhalten nicht einender geworden. 2024 will er erneut US-Präsident werden.
Donald Trump polarisiert seit Jahrzehnten. Auch als Präsident ist seine Persönlichkeit und sein Verhalten nicht einender geworden. 2024 will er erneut US-Präsident werden.© imago stock&people | UPI Photo

In New York, der Heimatstadt Trumps, rückten die Gegner dem Geschäftsmann auf die Pelle. Ein Demonstrationszug mit tausenden Teilnehmern zog am Mittwochabend vom Union Square zum Trump Tower, dem Wohn- und Firmensitz des designierten Präsidenten. Um Eskalationen zu vermeiden, hatte die Polizei das Gebäude mit Sattelschleppern abgeriegelt. Die Atmosphäre war angespannt. Die Sprechchöre kreisten immer wieder um drei Themen: Fremdenhass, Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Viele riefen: „Donald Trump, go away. Racist, sexist, anti-gay.“

Trump wird „den Hass im Land beflügeln“

Verhallt der Appell der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und Obamas, das Wahlergebnis zu akzeptieren und sich nach dem Schlachtenlärm des Wahlkampfs in einem Akt der nationalen Einheit unterzuhaken?

Rudy Giuliani, Ex-Bürgermeister von New York, kanzelt die Demonstranten als „einen Haufen Heulsusen“ ab, die nichts begriffen hätten. In einem Jahr, so der 72-Jährige, würden die verwöhnten College-Kids dankbar sein, weil sie dann „in einem bessere Land leben“, sage Giuliani dem TV-Sender Fox.

Vor dem Trump Tower von Chicago, der Heimatstadt von Präsident Obama, steht Michael Burke und ist vom Gegenteil überzeugt. Trump wird den „Hass im Land beflügeln“, sagt er. Darum sei es die Pflicht aufrechter Amerikaner, dagegen zu protestieren. Solange Trump nicht einlenke und zu „verträglichen Positionen“ zurückkehre, will Burke weiter protestieren.

Trump traf sich mit Republikanern

Insgesamt stehen bei der US-Bundesregierung allein 2,8 Millionen zivile Beschäftigte in Lohn und Brot. Zumindest noch. Newt Gingrich, früherer Sprecher des Abgeordnetenhauses und besonders nah an Trumps rechter Seite, sagte: „Will Trump Leute rekrutieren, die regieren, oder Leute, die die Regierung ändern? Das sind sehr verschiedene Jobbeschreibungen.“

Im Anschluss an das Treffen im Weißen Haus nahm Trump am Donnerstag Kurs auf den „Hill“, den sanften Hügel, der vom Kapitol gekrönt wird. Dort wollte er mit mächtigen Republikanern zu Mittag essen. Im gegenseitigen Verhältnis gibt es sehr viel zu klären.

Bewegung des zivilen Ungehorsams erkennbar

Die Ablehnung Trumps in den ersten Tagen nach der Wahl treibt kuriose Blüten. In San Francisco ließen Tausend Schüler und Studenten Unterricht und Vorlesungen ausfallen. Sie zogen mit Plakaten durch die Universitätsstadt Berkeley.

Vor allem Trumps Einwanderungspolitik löst dort Widerstand aus. „Wer die Eltern von Studenten abschieben will, muss mit unserer Gegenwehr rechnen“, zitiert die Lokalzeitung „Chronicle“ den 24-jährigen Ramon.

In Kalifornien, das für die Demokratin Clinton gestimmt hat, sind erste Anzeichen einer Bewegung des zivilen Ungehorsams zu erkennen. Schulen und Universitäten wollen Schutzräume anbieten für Studenten ohne Aufenthaltserlaubnis und deren Familien. Dahinter steht die Ankündigung von Trump, im Falle seiner Wahl Verordnungen von Obama rückgängig zu machen, die den Kindern von illegalen Einwanderern Schutz vor Deportierung bietet. Obama und Trump, sie haben noch viel zu besprechen.