US-Wahl

Warum Obama einen Trump-Unterstützer in Schutz nimmt

Aufgeheizte Stimmung im US-Wahlkampf: Als Clinton-Unterstützter einen Trump-Fan ausbuhen, erhält dieser überraschend Rückendeckung.

US-Präsident Barack Obama bei der Wahlkampfveranstaltung für Hillary Clinton in Fayetteville: „Buht nicht, geht wählen!“

US-Präsident Barack Obama bei der Wahlkampfveranstaltung für Hillary Clinton in Fayetteville: „Buht nicht, geht wählen!“

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

Fayetteville.  Bei einer Rede von US-Präsident Barack Obama bei einer Wahlveranstaltung für Clinton in Fayetteville im US-Bundesstaat North Carolina springt plötzlich ein älterer Mann auf. Er trägt eine Militäruniform und hebt ein Trump-Schild in die Höhe, wie CNN berichtet. Aus dem Clinton-Lager ertönen laute Rufe. Da erhält der Mann unerwartete Rückendeckung. Ausgerechnet der Präsident springt ihm bei. Ein Video auf YouTube zeigt die Szene.

„Hört auf! Hört auf! Hört auf!“, wiederholt der Präsident mehrfach. Die Menge beruhigt sich nur langsam. „Ich hab euch gesagt, ihr sollt euch konzentrieren, und gerade seid ihr nicht konzentriert“, beklagt sich Obama. „Hört zu, was ich euch zu sagen habe!“

Wichtigste Forderung zum Schluss

Als es endlich ruhiger wird, sagt er: „Da ist ein älterer Gentleman, der seinen Kandidaten unterstützt. Ihr braucht keine Angst vor ihm zu haben.“ Dann zählt der Präsident vier Punkte auf, die ihm wichtig sind und an die er die Menge erinnern möchte. „Erstens: Wir sind ein Land, in dem Meinungsfreiheit herrscht.“ Leichter Applaus.

Zudem habe der Mann wahrscheinlich dem Militär gedient, das sei zu respektieren, setzt der Präsident seine Worte fort. Mehr Beifall. „Drittens haben wir unsere Senioren zu respektieren“, fügt Obama hinzu. Im Publikum nicken die Menschen zustimmend. Schließlich folgt der vierte Punkt, vielleicht der wichtigste von allen: „Buht nicht, sondern geht wählen.“ (jkali)