Als Eltern von Dreijährigen fühlt man sich wie der VIP-Betreuer eines Luxushotels mit sehr merkwürdigen Gästen. Dreijähriger: „Ich möchte geschälte Erdbeeren!“ Ich: „Erdbeeren kann man nicht schälen.“ Dreijähriger: „Dann geschneite Erdbeeren!“ Ich: „Geschneite Erdbeeren???“ Dreijähriger: „Ja!“ Ich: „Gibt es nicht.“ Dreijähriger: „Aber wenn ich Erdbeeren in den Schnee lege, sind sie ganz kalt und weiß.“ Ich: „Äh, ja.“ Pause. Dreijähriger: „Gibt es Eissägen?“ Ich: „Ja, ich glaub schon. Wenn man im Winter Fische fangen will und der See gefroren ist, braucht man bestimmt eine Eissäge.“ Dreijähriger: „Mama können wir eine Eissäge kaufen?“ Ich: „Wir haben gar nicht so viel Eis.“ Dreijähriger: „Warum haben wir nicht so viel Eis?“ Pause.
Dreijähriger: „Kann unser Swimmingpool ganz tief sein?“ Ich: „Wir haben keinen Swimmingpool.“ Dreijähriger: „Können wir einen Swimmingpool kaufen?“ Er mag Swimmingpools, weil ihm Meerwasser zu salzig ist. Das brennt in den Augen und schmeckt nicht. Und wer ist schuld dran? Klar, ich. „Mama, hast du das Salz ins Meer gekippt?“ Ich: „Nein, das waren die Berge.“ Dreijähriger: „Du sollst das rausmachen.“
Blöd-Weiß, Blöd-Blau und Socken gehen gar nicht
Dreijährige wollen seltsame Dinge, die meiste Zeit des Tages aber geht es eigentlich darum, was Dreijährige NICHT wollen: „Nicht DAS T-Shiiiiirt!“ Ich: „Doch, schau mal, wie kuschlig das drinnen ist.“ Dreijähriger: „Und blöd-weiß!“ Blöd-Weiß mag er nicht, Blöd-Blau auch nicht und Socken sind des Teufels. Kürzlich hat er einen ganzen Tag lang nicht die Küche betreten, weil der frisch eingeölte, gerade eben trockene Boden nur mit Socken betreten werden konnte. Dann eben nicht. Jammernd lag er mit seinem Kuscheltier, dem Hasenhund „Haio“ auf dem Sofa. „Ich darf nicht in die Küche, Haio, huhu.“ Ich: „Doch, darfst du, hier sind die Socken.“ Dreijähriger: „Nein!! Keine Socken!!! Ich darf nicht in die Küche, huhuhu.“ Ich: „Dann komm ins Esszimmer, es gibt Fisch.“ Dreijähriger: „Nein, kein Fisch. Ich komm NICHT. Und ich ziehe keine Socken an!“
Eine sehr kluge ältere Dame hat mal gesagt: „Gehe nie in einen Machtkampf mit Zwei- oder Dreijährigen. Du wirst immer verlieren. Immer!“ Das stimmt zwar in gewisser Weise, aber irgendwie will man diese kleinen Menschen mit den seltsamen Ideen ja auch nicht alles bestimmen lassen. Auch wenn es schwerfällt, sollte man sie zwischendurch ein bisschen erziehen. Wie das klappt? Mit Austricksen, Geschichten erfinden und kleinen, feinen Erpressungsversuchen. Ich: „Heb bitte die UNO-Karten wieder auf, die du vom Tisch geschmissen hast.“ Dreijähriger: „NEIN!“ Ich: „Dann schläft Haio heute Nacht bei MIR.“ Dreijähriger: „Na guuuuut.“
Dinge, die er nicht anziehen will, bekommen Namen. Die ungeliebten Kinderschuhe sind die Profi-Bergsteigerstiefel, die Jacke, die er nicht anziehen mag, ist die „tolle Sportjacke“. Die Fließweste ist die Feuerwehr-Lösch-Weste. Das ist Marketing für Anfänger, aber meistens funktioniert es.
„Wenn ich erwachsen bin, habe ich Hornhaut“
Andererseits lernt man natürlich auch eine Menge von seinen Kindern. „Mama, wusstest du schon, dass Menschen Toiletten tragen können?“ Ja, wusste ich, und ich weiß jetzt auch, warum der Dreijährige es gar nicht erwarten kann, endlich groß zu sein: „Wenn ich erwachsen bin, habe ich Hornhaut! Das ist toll.“
Kürzlich merkte ich, dass auch ich dem Dreijährigen ein bisschen merkwürdig vorkommen muss. Wir sprachen mal wieder über seinen Geburtstag in einigen Monaten, und wen er alles einladen würde. Irgendwie kamen wir darauf, dass er mal in meinem Bauch war. Der Dreijährige schaute mich an, klopfte auf meinen Bauch und fragte: „Und wie hast du mich gefressen?“ Er traut mir ernsthaft zu, dass ich ihn aufgegessen habe. Ein Mutter-Monster. Gar nicht so schlecht. Darauf kann man doch aufbauen mit der Erziehung.
![Patrizia Scheib, Die Arche, christliches Kinder- und Jugendwerk, Berlin-Hellersdorf, M& Patrizia Scheib, The Ark, Christian childrens- and youth fund, Berlin-Hellersdorf, March 2005, Germany | [© OSTKREUZ Agentur der Fotografen GmbH,Contact: www.ostkreuz.de, , Greifswalder Strasse 216,, D-10405 Berlin, Germany, Tel. (+49 30) 47 37 39 30, Fax 47 37 39 39, e-mail: mail@ostkreuz.de,Bank: Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00, Konto 4143045880,Veroeffentlichung nur gegen Honorar, Urhebervermerk und Belegexemplar.Sind Personen auf den Fotos abgebildet, so ist der Lizenznehmer verpflichtet, soweit erforderlich, Einwilligung nach dem Par. 22 ff. KUG einzuholen.Fuer die Verletzung des Rechts am eigenen Bild haftet die Agentur OSTKREUZ gegenueber dem Kunden nur, wenn die Einwilligung des Abgebildeten schriftlich bestaetigt wurde. Darueber hinaus ist jede Haftung gegenueber dem Vertragspartner, die aus der Verletzung von Persoenlichkeits- oder sonstigen Rechten herruehrt, ausgeschlossen.Ausgenommen vom Haftungsausschlu� ist lediglich die Haftung wegen grober Fahrlaessigkeit oder Vorsatz.] Patrizia Scheib, Die Arche, christliches Kinder- und Jugendwerk, Berlin-Hellersdorf, M& Patrizia Scheib, The Ark, Christian childrens- and youth fund, Berlin-Hellersdorf, March 2005, Germany | [© OSTKREUZ Agentur der Fotografen GmbH,Contact: www.ostkreuz.de, , Greifswalder Strasse 216,, D-10405 Berlin, Germany, Tel. (+49 30) 47 37 39 30, Fax 47 37 39 39, e-mail: mail@ostkreuz.de,Bank: Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00, Konto 4143045880,Veroeffentlichung nur gegen Honorar, Urhebervermerk und Belegexemplar.Sind Personen auf den Fotos abgebildet, so ist der Lizenznehmer verpflichtet, soweit erforderlich, Einwilligung nach dem Par. 22 ff. KUG einzuholen.Fuer die Verletzung des Rechts am eigenen Bild haftet die Agentur OSTKREUZ gegenueber dem Kunden nur, wenn die Einwilligung des Abgebildeten schriftlich bestaetigt wurde. Darueber hinaus ist jede Haftung gegenueber dem Vertragspartner, die aus der Verletzung von Persoenlichkeits- oder sonstigen Rechten herruehrt, ausgeschlossen.Ausgenommen vom Haftungsausschlu� ist lediglich die Haftung wegen grober Fahrlaessigkeit oder Vorsatz.]](https://img.sparknews.funkemedien.de/208330361/208330361_1475258803_v16_9_1200.jpeg)

