Bei zwei Explosionen in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 230 Menschen wurden verletzt. Das gab ein Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums am bekannt. Die Nachrichtenagenturen Reuters und die Deutsche Presse-Agentur gaben unterschiedliche Zahlen bekannt.

Der Leiter des Isteqlal-Krankenhauses, Mohammad Sabir Nasib, sagte: „Viele der Verletzten, die zum Krankenhaus gebracht wurden, sind in schlechter Verfassung.“

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Die Detonationen ereigneten sich während einer Demonstration auf dem zentralen Deh-Mazang-Platz. Dort hatten sich am Samstag rund 10.000 Menschen zu Protesten gegen eine Stromleitung versammelt.

Explosionen waren offenbar Selbstmordattentate

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Amak bekannte sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu der Tat. Die Agentur steht der Miliz nahe. Die beiden Attentäter zündeten nach Angaben der Behörde ihre Sprengstoffgürtel inmitten der Demonstration.

„Erst dachten wir, das sei eine Minen-Explosion, aber als ich das Areal erreichte, wurde mir klar, dass es eine Selbstmordattacke mit einem Auto war“, sagte ein Demonstrant, der sich in der Nähe aufgehalten hatte.

Ein TV-Sender teilte das Video eines Augenzeugens, auf dem die Demonstration und die anschließende Explosion zu sehen ist:

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Zur Identität der Opfer konnte der Ministeriumssprecher keine Angaben machen. Der afghanische Präsidentenpalast erklärte, dass unter den Toten auch Sicherheitskräfte seien, die die Demonstration bewacht hätten. (dpa, aba)