Betreuung

Rekord bei der Zahl der Kita-Kinder in Deutschland

721.000 Kinder wurden im März in Einrichtungen oder in öffentlich gefördeter Tagespflege betreut. Die Zahl der Tagesmütter geht zurück.

Kinder in einer Tagesstätte in Baden-Württemberg. Nach der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen geförderten Betreuungsplatz gab es einen überdurchschnittlich hohen Zuwachs bei der Zahl der Kita-Kinder.

Kinder in einer Tagesstätte in Baden-Württemberg. Nach der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen geförderten Betreuungsplatz gab es einen überdurchschnittlich hohen Zuwachs bei der Zahl der Kita-Kinder.

Foto: Daniel Naupold / dpa

Wiesbaden.  In Deutschland besuchen so viele Kinder eine Kita wie noch nie: Im März dieses Jahres sind rund 721.000 Jungen und Mädchen unter drei Jahren in einer Einrichtung (614.000) oder von einer Tagesmutter (107.000) betreut worden. Dies ist der höchste Wert seit Einführung der Statistik im Jahr 2007, wie das statistische Bundesamt am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Im Vergleich zum Vorjahr waren es 26.000 Kinder mehr (3,7 Prozent). Zugleich war der Zuwachs der schwächste seit 2007.

Am stärksten war der Anstieg in den Jahren 2007 bis 2010. Nach der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr im August 2013 gab es 2014 noch einmal einen überdurchschnittlich hohen Zuwachs. Wie sich das Aus des Betreuungsgeldes auf das Plus in diesem Jahr ausgewirkt hat, haben die Statistiker nicht erhoben. Die Betreuungsquote steht auch noch nicht fest.

Betreuungszahlen im Osten besonders hoch

Die Mehrzahl der Eltern bringt ihren Nachwuchs in eine Kita (85 Prozent). 54.823 Kitas, Krippen und Krabbelstuben gibt es, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Tagessmütter und -väter ging um 1,4 Prozent auf 43.489 zurück.

Am stärksten wuchs die Zahl der betreuten Kleinkinder in Bremen (7,0 Prozent), am schwächsten in Sachsen-Anhalt (1,7 Prozent). In den ostdeutschen Flächenländern wurden jedoch bereits hohe Betreuungszahlen erreicht, dementsprechend gering fällt der Anstieg dort aus. (dpa/br)

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