US-Wahlkampf

Donald Trump nennt Belgien eine „wunderschöne Stadt“

In einer Wahlkampfrede in Atlanta schwärmt Donald Trump von der „wunderschönen Stadt“ Belgien – und äußert sich auch über Deutschland.

Donald Trump am Mittwoch bei seiner Wahlkampfrede in Atlanta.

Donald Trump am Mittwoch bei seiner Wahlkampfrede in Atlanta.

Foto: CHRISTOPHER ALUKA BERRY / REUTERS

Atlanta.  Donald Trump sorgt mit einer Äußerung wieder einmal für Kopfschütteln: Während einer Wahlkampfrede in Atlanta hat der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner Belgien als Stadt bezeichnet. „Belgien ist eine wunderschöne Stadt und ein herrlicher Ort – großartige Gebäude“, sagte Trump. „Ich war mal dort, vor vielen, vielen Jahren.“

Vor ein paar Monaten habe er ein Statement abgegeben, Belgien sei „ein elendes Loch“. „Dafür wurde ich dann schwer kritisiert, man hat gesagt, was für eine böse Sache – und dann hatten sie in Belgien dieses massive Problem“, sagte Trump in Anspielung auf die Brüsseler Terroranschläge. „Und die Leute haben gesagt, Trump hat recht. Ich möchte nicht recht haben. Ich möchte nicht recht haben. Ich möchte nicht recht haben.“

In den sozialen Netzwerken verbreitete sich Trumps Zitat über Belgien in kürzester Zeit. Viele Nutzer reagierten mit Spott oder Entsetzen auf Trumps offensichtliche Wissenslücke.

Erneute Kritik an deutscher Flüchtlingspolitik

Auch über die deutsche Flüchtlingspolitik äußerte sich Trump erneut kritisch. „Ein schrecklicher Fehler“, sagte Trump ebenfalls am Mittwoch in Atlanta, „ein entsetzlicher Fehler“.

Trump erklärte, er sei sicher, dass Deutschland heute – genau wie er – lieber Milliarden für sichere und „gut gemachte“ Schutzzonen für Flüchtlinge in Syrien ausgeben würde, statt diese Flüchtlinge ins eigene Land zu lassen. „Alles ist billiger und alles besser als das, was derzeit in Deutschland und anderen Ländern passiert“, sagte der 70-Jährige.

Er wisse, dass Menschen wegen der aktuellen Zustände Deutschland verließen, sagte Trump. Dabei hätten ihm alle gesagt, was dieses Land für ein lebenswerter Ort sei. Jetzt aber gehe die Kriminalitätsrate durch die Decke, und die Dinge, die geschähen, seien entsetzlich.

Trump wollte mit dem Verweis auf Deutschlands angeblichen Zustand seine eigene Argumentation untermauern, Flüchtlinge nicht in die USA zu lassen und das Land abzuschotten. (schrö/dpa)