Regierungsflugzeug

Reifen geplatzt: Steinmeier-Flieger mit Notbremsung

Reifenplatzer und Notbremsung auf dem Flughafen Tegel: Die Reise von Außenminister Steinmeier nach Mali und Niger begann mit einer Panne.

Mitarbeiter der Flugbereitschaft wechseln einen kaputten Reifen an der Regierungsmaschine. Das Flugzeug, mit dem Bundesaußenminister Steinmeier und Frankreichs Außenminister Ayrault auf dem Weg zu einem Besuch in Mali und Niger waren, musste beim Start notbremsen.

Mitarbeiter der Flugbereitschaft wechseln einen kaputten Reifen an der Regierungsmaschine. Das Flugzeug, mit dem Bundesaußenminister Steinmeier und Frankreichs Außenminister Ayrault auf dem Weg zu einem Besuch in Mali und Niger waren, musste beim Start notbremsen.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin.  Pech für Außenminister Frank-Walter Steinmeier: Beim Start zu einer Afrika-Reise ist am Sonntag auf dem Flughafen Berlin-Tegel bei Steinmeiers Regierungsflugzeug einer der Reifen geplatzt. Der Airbus A340 musste gegen 13.20 Uhr, als die Maschine kurz vor dem Abheben war, auf der Startbahn eine Vollbremsung machen. Im Flugzeug war ein lauter Knall zu hören. Verletzt wurde niemand.

Die Maschine stand dann minutenlang auf der Startbahn, die für den sonstigen Flugverkehr gesperrt werden musste. Anschließend wurde sie zur Untersuchung auf eine Parkposition geschleppt. Erst um kurz vor 17 Uhr konnte das Auswärtige Amt mitteilen: Es geht weiter, Steinmeier ist in der Luft.

Zunächst war von einem Schwarm Vögel die Rede

Zunächst hatte es aus dem Cockpit geheißen, die Maschine sei mit einem Schwarm Vögel zusammengestoßen. Nach einigen Minuten kam dann aber die Ansage, dass während des Starts ein Reifen geplatzt sei. Der Airbus A340 hat insgesamt zwölf Reifen. Aus Sicherheitsgründen waren rund um die Maschine mehrere Fahrzeuge der Flughafen-Feuerwehr im Einsatz. Das Auswärtige Amt twitterte dann ein Bild des Reifenwechsels, der schließlich erfolgreich war:

Für Steinmeier war es innerhalb von wenigen Wochen bereits das zweite Malheur mit einem Regierungsflieger: Im vergangenen Monat war der SPD-Politiker auf dem Flughafen der chinesischen Millionenstadt Changsha hängen geblieben, weil ein Motor kaputt gegangen war und nicht sofort ein Ersatzteil beschafft werden konnte. Steinmeier kam deshalb zu einem Treffen der G7-Außenminister in Japan viele Stunden zu spät.

Gabriel-Flieger galt als Alternative

Steinmeier will am Sonntag zusammen mit Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault eigentlich bis Dienstag die westafrikanischen Länder Mali und Niger besuchen. Wichtigste Themen sind der Kampf gegen islamistischen Terror und die Flüchtlingskrise.

Zuvor hatte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (ebenfalls SPD) eine Iran-Reise wegen einer Erkrankung absagen müssen. Das galt schon als mögliche Rettung für Steinmeier, bis der Reifen an seiner Maschine doch ausgetauscht war. Steinmeiers Delegation hätte in den Airbus umsteigen können, mit dem eigentlich Gabriel unterwegs sein wollte. Die Maschine stand jedenfalls noch in Tegel. (dpa)

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