Anti-Islam-Kurs

Die AfD will Minarette und Verschleierung verbieten

Die AfD will den Islam als „politische Ideologie“ brandmarken, sagen hohe Funktionäre der Partei. Sie fordern auch strenge Verbote.

AfD-Vizechef Alexander Gauland hat sich für einen strengen Anti-Islam-Kurs seiner Partei ausgesprochen.

AfD-Vizechef Alexander Gauland hat sich für einen strengen Anti-Islam-Kurs seiner Partei ausgesprochen.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Berlin.  Die Alternative für Deutschland (AfD) will die Anti-Islam-Politik laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ in den Mittelpunkt ihrer Programmatik stellen. Demnach soll der Islam als Religion für unvereinbar mit der freiheitlichen Verfassung beschrieben werden. „Der Islam ist an sich eine politische Ideologie, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende und Europaabgeordnete Beatrix von Storch der Zeitung.

Ähnlich äußerte sich Alexander Gauland, Fraktionschef der AfD in Brandenburg und ebenfalls Vize-Parteichef. „Der Islam ist keine Religion wie das katholische oder protestantische Christentum, sondern intellektuell immer mit der Übernahme des Staates verbunden. Deswegen ist die Islamisierung Deutschlands eine Gefahr“, sagte Gauland.

„Einen Euro-Islam gibt es nicht“

Auf ihrem Parteitag in zwei Wochen in Stuttgart will die AfD ihren Anti-Islam-Kurs in ihrem ersten Parteiprogramm beschließen. Dabei soll es laut dem Bericht auch darum gehen, Symbole des Islams aus der Öffentlichkeit zu verbannen. „Wir sind für ein Verbot von Minaretten, von Muezzins und für ein Verbot der Vollverschleierung“, sagte von Storch. Diese Forderungen würden im Programmentwurf des Bundesvorstands erhoben.

Gauland wandte sich gegen die Vorstellung, dass es neben der fundamentalen Ausrichtung des Islams auch einen aufgeklärten Islam gebe, der mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar sei. „Wir sind ein christlich-laizistisches Land, der Islam ist ein Fremdkörper. Einen Euro-Islam gibt es in Wirklichkeit nicht“, sagte der stellvertretende AfD-Vorsitzende. Auch von Storch sagte, der Islam könne in Deutschland keine Heimat finden. „Viele Muslime gehören zu Deutschland, aber der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ (epd)