Ehrung

Joachim Gauck fordert weitere Umsetzung von Frauenrechten

24 Frauen wurden von Bundespräsident Gauck mit dem Verdienstorden ausgezeichnet. Er nutzte die Verleihung auch für mahnende Worte.

Bundespräsident Joachim Gauck fordert eine stärkere Umsetzung der Frauenrechte.

Bundespräsident Joachim Gauck fordert eine stärkere Umsetzung der Frauenrechte.

Foto: Imago

Berlin.  Zum internationalen Frauentag am 8. März hat Bundespräsident Joachim Gauck am Montag 24 engagierte Bürgerinnen mit Verdienstorden ausgezeichnet. Bei der Ehrung im Schloss Bellevue mahnte er eine weitere Umsetzung der Rechte von Frauen auch in Deutschland an. Man wisse, was noch zu tun ist: „Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Ausgleich von Lohnunterschieden bei gleicher Arbeit und die Förderung einer stärkeren Präsenz von Frauen in Führungspositionen“, heißt es im Redemanuskript.

Gauck ergänzte, das gelte auch für das Ehrenamt. „Männer sind auch hier häufiger als Frauen in Leitungspositionen zu finden“, sagte er. Frauen seien in ihrem Engagement dagegen näher an den Menschen. „Die helfenden, betreuenden und beratenden Frauen stehen in der zweiten Reihe und sind weniger wahrnehmbar“, sagte der Bundespräsident und appellierte an die Geehrten: „Verstecken Sie sich nicht.“ Die Arbeit von Frauen werde noch zu selten gewürdigt, auch mit dem Verdienstorden. Gauck sagte, er wolle das ändern.

Auszeichnung für soziales, kulturelles und kirchliches Engagement

Mit dem Verdienstorden wurden am Montag Frauen aus dem ganzen Bundesgebiet ausgezeichnet, die sich für soziale, kulturelle oder kirchliche Belange engagieren. Unter den Geehrten war Libuse Cerna, die dem Bremer Rat für Integration vorsitzt. Unermüdlich fördere sie die Zusammenarbeit aller Akteure der Integrationspolitik und -arbeit im Land Bremen, hieß es.

Aus Niedersachsen wurden Heidi Kluth und Christa Röder geehrt. Kluth ist seit 1994 Mitglied der Unternehmerfrauen im Handwerk. Den Vorsitz des Bundesverbandes hat sie seit 2009 inne. Sie setzt sich für die Stärkung von Frauen in Führungspositionen im Bereich des Handwerks ein. Röder engagiert sich seit 35 Jahren im sozialen, kulturellen und kirchlichen Bereich. Unter anderem war sie Mitbegründerin des Berufsverbandes Kinderkrankenpflege Deutschland e. V. (epd)